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„Sachan gibt’s, de ku ma fast ned glam“

Kategorie: Allgemeines Veröffentlicht: 13. März 2018

Bruder Florianus und Bruder Friedenand lesen den Niederdingern die Leviten.

Am 10. März luden „Die Fröhlichen“ ins Bürgerhaus in Niederding zum Starkbierfest ein und fast hätte der Saal nicht ausgereicht, um die vielen Gäste unterzubringen. Erster Höhepunkt des Abends war die Bekanntgabe der Ergebnisse der Dorfmeisterschaft am 5. März, an der sich insgesamt neun Ortsvereine beteiligt hatten. Sieger wurde der Kriegerverein mit 344 Ringen, gefolgt von der Hubertia mit 320 und dem Chor mit 317 Ringen. Auch die anderen Vereine hatten sich tapfer geschlagen, auf Platz 4 kamen die Gastgeber „Die Fröhlichen“, Platz 5 ging an die kfd, auf Platz 6 landete die KLJB, Platz 7 ging an die EWC, Platz 8 an die FFW und der Damenstammtisch erreichte Platz 9.

Gekämpft wurde um den Maria-Maier-Gedächtnispokal und den Wanderpokal Dorfmeister. Dorfkönigin wurde Karin Ascher mit 15,0 Teilern, Georg Preis errang mit 90 Ringen den Titel des Dorfmeisters.

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„Alle sind Sieger!“ - Der 1. Schützenmeister der „Fröhlichen“, Florian Huber, gibt die Gewinner der Dorfmeisterschaften 2018 bekannt.

Bei einem echten Niederdinger Brotzeitteller, auf dem sich ausschließlich hiesige Erzeugnisse befanden, einer Maß Starkbier vom Fischerbräu Eitting und bayrisch-gemütlicher Musik, gespielt von der „Edelweiß Blos“ ließ es sich gut abwarten, bis dann endlich der absolute Höhepunkt des Abends kam.

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Ein original Niederdinger Brotzeitteller mit „Niedadeanga Kaas und Kadoffekaas, Niedadeanga Gsaichts, Niedadeanga Obatzdn, Niedadeanga Brot… – und Notzinger Eier!“ Guten Appetit!

Dann nahmen nämlich Bruder Florianus (alias Florian Huber) und Bruder Friedenand (alias Ferdinand Ascher) auf der Bühne Platz und lasen den Fröhlichen, den Niederdingern, der Gemeinde Oberding und ein bisschen auch der ganzen Welt die Leviten. Viele Ereignisse aus dem Vereinsleben, die meistens nur die nachvollziehen konnten, die dabei waren oder diejenigen kannten, die dabei waren, wurden erzählt und lösten sowohl bei den direkt Beteiligten als auch bei denen, die wussten worum es geht, Lachsalven und lauten Beifall aus. Da hörte man u.a. von einem nächtlichen Badevergnügen, das ein Nacht- und Nackt-Badevergnügen war und bei dem anschließend keiner mehr wusste, wem welche Lederhosn gehört. Viele Hochzeiten gab es im vergangenen Jahr in Niederding, und Bruder Florianus fand: „Oane scheena wie de anda, gmiatlich und süffig wars überoi“. Zum Thema Nachwuchs und seit in Erding der Kreißsaal wieder offen ist, heißt es jetzt wieder „made in Erding“ (Florianus), „oder zumindest „born in Erding" (Friedenand) und dann „pushing durch Niedadeang, so sigt man nämlich die ganzen glücklichen Familien mit de Kinderwaage über de Gehsteiga schiam.“

Der Bürgermeister kam selbstverständlich auch nicht ungeschoren davon und die beiden wortgewaltigen Prediger fragten sich, „wia vui Wasser muas no den Isarkanoi obe laffa, bis unser ‚Bernhard der Baulöwe‘ und unsere Herren Gemeinderäte in Niedadeang wos voranbringan“. Doch er wurde auch sehr gelobt für den Bürgerball, „do hod er, wie unsa Dorfkönigin, voi ins Schwarze droffa!“ Auch Pfarrer Kielbassa und die PGR-Wahlen gaben Stoff für die Fastenpredigt, „solche Wahlen lob i mir: sieben Posten, sieben Stimmen und vor allem nur sieben Kandidaten…“

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Die beiden Fastenprediger Florianus und Friedenand haben sich ihre Maß Starkbier redlich verdient.

Die beiden Prediger ließen mit viel Humor jede Menge kleiner und größerer Ereignisse des vergangenen Jahres Revue passieren. Und trotz Derbleckn ging da nichts unter die Gürtellinie, niemand wurde verletzt und keinem wurde wehgetan. Wenn auch viele der Ereignisse hauptsächlich für die Insider so ganz verständlich waren, lustig war es trotzdem für alle. Eine sehr gelungene Fastenpredigt, die sich Bruder Florianus und Bruder Friedenand für die Niederdinger ausgedacht hatten und der Beifall fiel auch dementsprechend lautstark und begeistert aus.

Nachdem dann allen die Leviten gelesen waren, wurde die Bar eröffnet und bei Jägermeister, Cuba, Willi mit Birne, Hugo Sprizz und Rüscherl ging es auch im weiteren Verlauf des Abends noch sehr vergnügt zu.

Für Sie berichtete Maria Schultz.