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Ein neues Zuhause für "Leseratten" und "Bücherwürmer"

Kategorie: Allgemeines Veröffentlicht: 16. Mai 2018

Offizielle Eröffnung der Schulbücherei in der Realschule Oberding

Hermann Hesse sagte einst: „Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seine Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ In einem Schulhaus gibt es natürlich eine Menge an Büchern: Schulbücher, Atlanten oder auch Lektüren für den Deutschunterricht. Doch die Digitalisierung macht auch hier nicht halt.

Ganz im Gegenteil, die moderne Technik im Schulgebäude ist nicht zu übersehen. Sogar eine Auszeichnung im Bereich der „Digitalen Bildung“ konnte die Realschule Oberding für sich verbuchen. Aber gerade deshalb ist es Schulleiter Martin Heilmaier ein ganz besonderes Anliegen, die Wichtigkeit des Lesens trotz digitaler Revolution nicht aus den Augen zu verlieren: „Derzeit haben wir hier an der Realschule zwei Schwerpunkte. Neben der Digitalisierung ist der zweite große Tätigkeitsbereich unsere neue Schulbücherei.“ Dabei möchte die Schule keinesfalls mit der Gemeindebücherei Oberding konkurrieren oder diese gar ablösen. „Es soll künftig auch keine zwei eigenständigen Büchereien in Oberding geben“, betonte Heilmaier. „Wir möchten mit einer Zweigstelle der Gemeindebücherei diesen idealen Standort dazu nutzen, die Versorgung der Schüler mit Lesestoff auf einfachste Art und Weise zu ermöglichen.“

Künftig sollen alle Schüler bereits ab der 5. Klasse mit einem Bücherei-Ausweis ausgestattet werden, informierte Lehrerin Katharina Burger. Sie war in den vergangenen Monaten federführend für die Umsetzung dieses Projektes verantwortlich. Von Sachbüchern bis hin zu aktuellen Bestsellern finden vor allem die Fünft-, Sechst- und Siebtklässler eine große Auswahl an Büchern, die regelmäßig ausgetauscht werden. „Trotz des wechselnden Bestandes können die Schüler zusätzlich in einer Wunschbox alle Titel angeben, die nach ihren Wünschen künftig in den Regalen stehen sollen“, erklärte Bücherei-Mitarbeiterin Martina Ahlborn. Und das Beste: Über einen Monitor auf dem Gang vor dem Büchereizimmer können sich alle Schüler ganz einfach über den aktuellen Medienbestand informieren! „Als Lehrer kennt man seine Schüler schon sehr gut. Manchmal ist es aber wirklich überraschend und schön, dass sich auch Schüler hierher „verirren“, die mit Büchern eigentlich nicht viel am Hut haben“, schmunzelt Heilmaier. „Wenn wir nur drei oder vier von ihnen neu fürs Lesen begeistern können, dann bin ich mehr als zufrieden!“

Die Bücherei wird immer dienstags in der zweiten Pause von Lehrerin Katharina Burger und mittwochs in der ersten Pause von Bücherei-Mitarbeiterin Martina Ahlborn geöffnet. „Die Eröffnung darf aber nicht nur auf dem Papier stattfinden, sondern unsere Bücherei soll auch richtig mit Leben erfüllt sein,“ wünscht sich Burger. Deshalb hoffe sie, dass auch die Lehrkräfte dieses Angebot künftig nutzen und zusammen mit den Schülern – immer dann, wenn es eine passende Gelegenheit gibt - die Bücherei aufsuchen.

Ganz „nagelneu“ ist die Zweigstelle der Gemeindebücherei Oberding aber nicht. Zuvor gab es bereits in der benachbarten Grundschule eine Schulbücherei, deren Medien-Bestand größtenteils integriert wurde. „Die ersten und zweiten Klassen schauen deshalb auch regelmäßig in der Realschulbücherei vorbei, die Klassen drei und vier besuchen die Hauptstelle im Seniorenzentrum“, erklärte Bücherei-Leiterin Birgitt Kukla. „Einmal im Jahr kommen aber auch die Realschüler zu uns in die Hauptstelle. Für ihren Besuch überlegen wir uns immer ein ganz besonderes Programm!“

Schulleiter Heilmaier bedankte sich ganz herzlich bei Bücherei-Leiterin Birgitt Kukla und ihrer Kollegin Martina Ahlborn für die hervorragende Kooperation in der Vergangenheit: „In Schulnoten ausgedrückt gebe ich Ihnen eine Eins mit Stern!“ Ebenso ging sein Dank an Ersten Bürgermeister Bernhard Mücke und den Gemeinderat Oberding, der maßgeblich an der Umsetzung des Projektes beteiligt war. Auch der Förderverein der Realschule unterstützte diesen wichtigen Beitrag zur Leseförderung. Dessen Vorsitzender Helmut Lackner versetzte sich gedanklich zurück in seine Kindheit. Ihm seien Bücher schon immer sehr wichtig gewesen, obwohl er in einer Zeit aufgewachsen sei, in der Lesen keinen besonders hohen Stellenwert hatte. „Da hieß es oft, man solle seine Zeit nicht mit Büchern verschwenden, sondern lieber arbeiten!“, so Lackner. „Doch für mich ist das Buch ein Synonym für Wissen. Man muss es den Schülern näherbringen!“


Für Sie berichtete Christine Hofer.

Eröffnung Schulbücherei RS Oberding - 1

Machen sich stark für die „Leseratten“ und „Bücherwürmer“ an der Realschule Oberding (v. l.): Martina Ahlborn (Bücherei), Bürgermeister Bernhard Mücke, Altbürgermeister und Fördervereins-Vorsitzender Helmut Lackner, Bücherei-Leiterin Birgitt Kukla, Schulleiter Martin Heilmaier und Lehrerin Katharina Burger.

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