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Die Sache mit der Dreifaltigkeit

Kategorie: Allgemeines Veröffentlicht: 27. Mai 2018

Wallfahrt zur Brunnermühlkapelle

Seit vielen Jahren wird der Dreifaltigkeitssonntag im Kalender rot angestrichen, handelt es sich doch um ein richtiges „Highlight“ hier im Pfarrverband Erdinger Moos. Die Rede ist von der Wallfahrt zur Brunnermühlkapelle. Diese kleine Kapelle, die bereits im 18. Jahrhundert erbaut wurde, liegt etwas versteckt abseits der Hauptstraße am Ortsrand von Notzing.

Seinerzeit drohte tagelang ein schweres Unwetter. Die späteren Erbauer dieses kleinen Gotteshauses baten um himmlischen Beistand und legten dabei das Gelübte ab, als Dank für die Gnade Gottes eine Kapelle zu errichten. Und sie haben ihr Versprechen gehalten. Gott sei Dank, denn die kleine Kapelle ist ein wahres Schmuckstück!

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Alle Pfarreien aus dem gesamten Pfarrverband machten sich auch heuer wieder auf den Weg nach Notzing – betend und zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auch mit dem Auto. Bei herrlichsten Sommerwetter versammelten sich die zahlreichen Gläubigen auf dem Hof des Anwesens. Der Notzinger Mesner, Franz Neumeier, hatte zusammen mit einigen Helfern im Vorfeld bereits alles perfekt vorbereitet. Nach dem langen Marsch freutet sich besonders die Fußwallfahrer auf die Bänke, die als Sitzgelegenheit aufgestellt worden waren. Pfarrer Kielbassa zelebrierte den festlichen Gottesdienst an diesem Dreifaltigkeitssonntag, der von der Chorgemeinschaft Aufkirchen unter der Leitung von Franz Bachmair musikalisch eingerahmt und dabei von einer Bläsergruppe stimmungsvoll unterstützt wurde.

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Die Wallfahrergruppe mit Gläubigen aus Eitting und Reisen zieht mit 2 Patronatsfahnen ein.

Apropos Dreifaltigkeit. Die Dreifaltigkeit zu erklären ist eine heikle Sache. Wir beten: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes...“, aber was bedeutet das genau? Pfarrer Kielbassa kündigte deshalb gleich zu Beginn des Gottesdienstes an: „Seien Sie gespannt darauf, ob mir eine gute Erklärung dieses Jahr gelingen wird!“ In seiner Predigt erzählte er die Geschichte von den drei Blinden, die für ihren König einen Elefanten beschreiben sollten. Jeder der drei befühlte einen anderen Körperteil des Elefanten: einer das Bein, einer den Rüssel und einer das Ohr. Die Beschreibungen im Anschluss, die sie ihrem König gaben, hätten nicht unterschiedlicher sein können. Ähnlich sei es auch mit der Dreifaltigkeit. Wir können die Größe Gottes gar nicht wirklich erfassen oder gar begreifen. Im Laufe unseres Lebens sammeln wir viele Glaubenserfahrungen, die sich – ähnlich wie ein Mosaik – dann Stück für Stück zu einem „großen Ganzen“ zusammenfügen. „Mit dem Glauben ist man aber nie ganz fertig“, so Pfarrer Kielbassa. Und so sammeln wir im Laufe unseres Lebens immer mehr solcher „Mosaik-Steinchen“ ein - einige davon sicherlich auch hier in der Brunnermühlkapelle.

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Für Sie berichtete Christine Hofer.

 

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