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Mehr Geld für sauberes Wasser

Kategorie: Allgemeines Veröffentlicht: 19. Dezember 2020

81. Verbandsversammlung des Zweckverbands zur Wasserversorgung Moosrain

„Unser Wasser – unser Leben“ steht über dem Geschäftsbericht des Zweckverbands zur Wasserversorgung Moosrain (ZWM). Dass die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit Brauch- und Trinkwasser jedoch nicht nur jede Menge Verwaltungsvorgänge bedingt, sondern auch viel Geld dafür in die Hand genommen werden muss, zeigte sich am 14. Dezember 2020 in der Dreifach-Sporthalle in Oberding. Dort trafen sich die Vertreter der Gemeinden Eitting, Finsing, Moosinning, Neuching und Oberding, die als Mitglieder den ZWM bilden, zur 81. Verbandsversammlung.

Geschäftsleiter Wolfgang Haberger erläuterte zu Beginn umfassend die finanzielle Situation des Zweckverbands. Der Umsatzerlös zur Jahresmitte 2020 beträgt rund 792.000 Euro und liegt damit um rund 52.000 Euro unter dem des 1. Halbjahrs 2019. Ein wesentlicher Grund dafür ist der geringere Wasserverkauf an den Flughafen, der durch den Einbruch des Luftverkehrs während der Corona-Pandemie bedingt ist. Für 2020 wird zudem insgesamt mit einem geringeren Wasserverkauf gerechnet.

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81. Verbandsversammlung des ZWM am 14. Dezember 2020 in der Sporthalle Oberding

Die Kosten für Materialaufwand waren andererseits um mehr als 200.000 Euro höher als 2019, was jedoch u.a. mit einer erforderlichen Sanierungsmaßnahme in Zengermoos zusammenhängt. Die Personalkosten waren mit 358.000 Euro ebenfalls höher als im ersten Halbjahr 2019. Am Ende aller Berechnungen beläuft sich das Halbjahresergebnis 2020 des Zweckverbands auf ein Minus in Höhe von 124.000 Euro.

Obwohl die Wassergebühren seit 1994 auf dem gleichen Stand waren, ergab sich eine intensive Diskussion zu der vorgesehenen kräftigen Preiserhöhung des ZWM. Ab 01.01.2021 soll der Preis für den Kubikmeter Wasser von 0,72 auf 1,24 Euro steigen. Außerdem wird der Beitragssatz pro Quadratmeter Grundstücksfläche auf 1,80 Euro (vorher 1,40) und pro Quadratmeter Geschossfläche auf 6,80 Euro (vorher 5,40) erhöht.

Verbandsvorsitzender Bernhard Mücke wies darauf hin, dass die Leitungen teilweise 50 Jahre und älter seien und dringend saniert werden müssten, „da kann man nicht länger warten“. Es bestand zwar Einigkeit darüber, dass hinsichtlich der Leitungen unbedingt etwas unternommen werden muss, aber „die Preiserhöhung wäre stufenweise besser gewesen, nicht so krass.“ Ein Vorschlag im Rahmen der Diskussion war die Aufstellung eines Plans, der die kontinuierliche Sanierung der Leitungen vorsieht.

Letztendlich wurden sowohl die Erhöhung der Preise als auch die dafür nötige Satzungsänderung mit einer Gegenstimme verabschiedet.

Einstimmig genehmigte dagegen die Versammlung die Haushaltssatzung für das Wirtschaftsjahr 2021. Der Erfolgsplan mit rund 2,7 Mio Euro bemisst sich zum einen aus erwarteten Erlösen und Erträgen größtenteils aus dem Wasserverkauf und andererseits aus Aufwendungen vor allem durch Material- und Personalkosten. Die rd. 6,5 Mio. Euro des Vermögensplans entstehen hauptsächlich durch Einnahmen durch die Aufnahme von Darlehen und Ausgaben durch Grundstückskauf und Gewinnungs- und Verteilungsanlagen.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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