lesen-sie-auch-andere-ortszeitungenechinger-echoneufahrner-echohaarer-echoherrschinger-spiegelmooskurier

Interview mit dem Besitzer des Schwaiger Weihnachtshauses

Kategorie: Allgemeines Veröffentlicht: 06. Januar 2021

Als eines der am aufwändigsten dekorierten Gebäude ist das Schwaiger Weihnachtshaus in der Lohstraße weit über die Gemeindegrenzen hinweg bekannt. Seit nunmehr fast 20 Jahren investiert Besitzer Manfred Artmann (66) hier Unmengen an Zeit, Geld, Kreativität und Herzblut. Und weil man dies dem zur Weihnachtszeit taghell beleuchtetem Haus auch schon von weitem ansieht, finden sich immer wieder Schaulustige dort ein.

Weihnachtshaus Schwaig 4 OKU

In der Vorweihnachtszeit eine der Sehenswürdigkeiten in der Gemeinde: Das vollbeleuchtete Haus von Manfred Artmann in der Lohstraße in Schwaig

 

Wir haben mit dem Besitzer über sein besonderes Hobby gesprochen:

 Herr Artmann, wie ist es dazu gekommen, dass Sie an Weihnachten Ihr Haus derart aufwändig dekorieren?
M. Artmann: „Weihnachten hat mir schon immer viel bedeutet und ich hab´ auch schon früher innen viel dekoriert. Als mein Haus 2002 dann ein neues Dach bekommen hat und die Elektrik neu gemacht und alles richtig geerdet wurde, fing ich immer mehr an, die Dekoration nach draußen zu verlegen.Und zu meinem 50. Geburtstag habe ich von Freunden und Bekannten viel Weihnachtsdeko geschenkt bekommen, ab da wurde es dann nochmal deutlich mehr."


Wie lange dauert der gesamte Aufbau?
„Seit kurzem bin ich Rentner und habe mehr Zeit, da fange ich jetzt immer Anfang November mit dem Schmücken an. Früher ging´s damit schon im Oktober los. Wenn man die reine Arbeitszeit betrachtet, wären es wohl so 10 Tage á 8 Stunden, die der Aufbau dauert."


Und von wann bis wann kann man die beleuchtete Dekoration bewundern?
„Am Samstag vor dem 1. Advent wird alles eingeschaltet und bleibt dann bis zum Heilig-3-König-Tag am 06. Januar. Danach geht der Abbau los."

Bleibt die Dekoration am Haus stets gleich oder wechseln Sie die Objekte immer wieder aus?
„Der Grundstock bleibt normalerweise gleich, vereinzelt gibt es aber jedes Jahr kleine Veränderungen. Heuer hatte ich erstmals eine Nikolauswippe mit Bewegungsmelder, für das nächste Jahr plane ich ein kleines, drehbares Riesenrad mit farbigen Gondeln. Außerdem fände ich es schön, zukünftig das ganze Szenario auch noch mit Weihnachtsmusik beschallen zu können. Da lasse ich mir noch was einfallen, ich hab´ ja jetzt ein paar Monate Zeit, um darauf rumzutüfteln... Und vielleicht wird irgendwann dann auch doch noch der Traum von der eigenen Schneekanone wahr."


Die vielen Lichter, die einen ganzen Monat lang brennen – wie hoch sind Ihre Stromkosten in der Weihnachtszeit?
„Während dieser Zeit verbrauche ich täglich ca. 45 kW Strom, was grob geschätzt etwas mehr als dem Dreifachen meines Normalverbrauchs entspricht. Wenn man es überschlägt, kostet mich die Weihnachtsbeleuchtung am Haus pro Saison an die 600 Euro zusätzlich für Strom. Das ist natürlich nicht wenig, aber mir ist es das wert."


Wie reagieren die Menschen auf Ihr Weihnachtshaus?
„Ein Großteil der Menschen reagiert sehr positiv, das freut mich natürlich. Es gibt viele Schaulustige, die kommen jedes Jahr wieder zu mir, mit denen unterhalte ich mich sehr gerne. Einige haben auch schon vorgeschlagen, dass ich Glühwein ausschenken und etwas zu essen anbieten sollte, aber das wäre dann doch etwas arg viel Aufwand. Letztes Jahr fand ich übrigens einen Umschlag mit 10 Euro in meinem Briefkasten. Auf dem beigelegten Zettel stand, dass der Spender meine Dekoration wunderschön fand und er sich gerne an den Stromkosten beteiligen wolle. Das fand ich total nett. Insgesamt bekomme ich wirklich viel positives Feedback und grundsätzlich ist bei mir auch jeder Gast herzlich willkommen."


Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft aus?
„Solange ich das alles gesundheitlich noch so machen kann, möchte ich mein Haus weiterhin außergewöhnlich dekorieren. Inzwischen bin ich zwar etwas vorsichtiger beim Aufbau, v.a. dann, wenn ich die Sachen auf dem Dach installiere, aber insgesamt bereitet mir das alles viel zu viel Freude, als dass ich damit einfach so aufhören wollen würde."


Vielen Dank für das Gespräch, Herr Artmann!


Für Sie berichtete Robert Hellinger.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok