lesen-sie-auch-andere-ortszeitungenechinger-echoneufahrner-echohaarer-echoherrschinger-spiegelmooskurier

Ein geschenktes Jahr

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 03. März 2016

Der Schulkindergarten in Oberding

Ab wann ein Kind schulpflichtig ist, ist gesetzlich geregelt. Doch passt das nicht für alle Kinder, manche werden aus unterschiedlichen Gründen zurückgestellt und/oder haben einen gezielten Förderbedarf. Zu groß für den Kindergarten – was tun? Seit September 2015 gibt es in Oberding eine sehr gute Alternative: den Schulkindergarten, der eine Brückenfunktion zwischen Kindergarten und Grundschule übernimmt.

 

„Im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen die Kinder, ihre Betreuung und Erziehung mit dem Ziel, ihnen bestmögliche Bildungs- und Entwicklungschancen zu gewährleisten“ schreibt Bürgermeister Bernhard Mücke im Vorwort zur Konzeption des Schulkindergartens. Dies wird in der Praxis vorbildlich umgesetzt. Schreiben und Lesen wird im Schulkindergarten nicht vermittelt, es soll kein Vorgriff auf die Schule stattfinden. Dafür werden jedoch unterschiedliche Kompetenzbereiche gefördert, z.B. die visuelle Wahrnehmung, Sprache und Motorik, wobei die ganzheitliche Förderung den Schwerpunkt bildet.

Wie läuft nun so ein Vormittag im Schulkindergarten ab? Sind alle Kinder angekommen, derzeit 15 Mädchen und Buben (darunter ein Kind mit Migrationshintergrund), wird im Morgenkreis das Thema der Woche „bearbeitet“. Da ist volle Konzentration angesagt. Bewegung ist anschließend höchst willkommen und macht zudem hungrig auf die gemeinsame Brotzeit. Da es kaum Altersunterschiede gibt, auf die Rücksicht genommen werden muss, ist die anschließende Arbeit in Kleingruppen besonders intensiv. Der Aufenthalt im Freien schließt den Vormittag ab. Kinder, die auch am Nachmittag betreut werden müssen, gehen nach dem Mittagessen in den Hort und machen dort erste Erfahrung mit den „Großen“.

Natürlich gibt es auch hin und wieder auch Ausflüge. Da wird mal die Gemeindebücherei besucht, die Kinder waren bereits im Seniorenzentrum und, etwas ganz Besonderes, sie durften sogar nach München in die Philharmonie.

schulkindergarten

Heute werden fleißig Osternester gebastelt. Anna Koplenig (Gesamtleitung Hort und Kindergarten), Martina Senser (Gruppenleitung im Schulkindergarten) und Hanna Zierl (Erzieherin) helfen den kleinen Künstlern.

Vorlesen und Singen, insbesondere aber Freispielzeiten sind wichtige Bestandteile des Tagesablaufs, die Kinder sollen lernen, sich selbst zu beschäftigen und eigenen Interessen und Bedürfnissen nachzugehen. Sie wählen, mit wem und womit sie spielen wollen, oder können auch einfach mal die Seele baumeln lassen.

Mit der Grundschule wird eng zusammengearbeitet. So dürfen die Kinder bereits vorher schon gelegentlich an Ausflügen und Unterrichtsstunden teilnehmen und lernen manche der Lehrer kennen.

„Wir ermöglichen den Kindern ein sanftes Annähern an die Schule“ beschreibt Martina Senser, Gruppenleitung im Schulkindergarten, ihre Aufgabe. Die Erzieherin, die mit viel Herzblut bei der Sache ist, bringt ihre umfangreiche Berufserfahrung sowohl aus dem Kindergarten als auch vom Hort ein. Als Mutter kennt sie neben der professionellen Sichtweise auch die andere Seite, „ich habe selber zwei Jungs“. So kann sie Entwicklung und Bedürfnisse der Kinder aus verschiedenen Perspektiven heraus beurteilen.

Am 19. April findet von 16 bis 18 Uhr ein „Tag der offenen Tür“ im Schulkindergarten Oberding statt. An diesem Termin werden auch die Anmeldungen entgegen genommen.

Für Sie berichtete Maria Schultz

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok