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Ein Apfelbaum für die Montessori-Schule

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 26. Oktober 2019

Schüler organisieren Baumpflanzaktion

Als große Bäume auf dem Gelände der Montessori-Schule in Aufkirchen „ohne erkennbaren Grund“ gefällt wurden, meinten Nico, Amelie, Vroni und Lena: „Das gefällt uns gar nicht“. Also haben sie beschlossen, etwas dagegen zu tun. Nachdem ein erster Versuch, den Baumbestand wieder zu erhöhen, im Schuljahr 2017/2018 aus unerfindlichen Gründen nicht geklappt hat, versuchten sie es ein Jahr darauf erneut. Und dieses Mal hat es funktioniert.

Um neue Pflanzen kaufen zu können, muss aber erst Mal Geld in die Kasse kommen. Die vier Jugendlichen waren kreativ und bauten im Rahmen eines Kunstprojekts “Plastikvermeidung auf dem Schulgelände“ einen „Baum der Zukunft“ aus Plastikflaschen, dessen Einzelteile = Pfandflaschen durch Rückgabe in klingende Münze verwandelt wurden. Was noch an Geld fehlte, erbrachte eine Spendenaktion während der „großen Montessori-Ausstellung“.

Nun konnte es endlich losgehen. Nach reiflicher Überlegung, und während der gesamten Aktion fachgerecht unterstützt von Gärtnermeister Heiko Schneider, wurden passende Plätze zum Einpflanzen gesucht und gefunden.

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Vor dem Einpflanzen ist erst Mal Handarbeit angesagt.

Sechs Pflanzlöcher wurden gegraben und am 24. Oktober war dann der große Tag, an dem die neuen Pflanzen in die Erde gesenkt wurden: fünf verschiedene Beerensträucher und ein Apfelbaum der Sorte Freiherr-von-Hallberg, der wie kein anderer zu dieser Aktion passt, denn er ist benannt nach Karl Theodor Maria Hubert Isidor Freiherr von Hallberg-Broich, dem es gegen viele Widerstände gelang, die Fluren des heutigen Ortsgebietes von Hallbergmoos urbar zu machen. Nico, Hauptorganisator der Baumpflanz-Aktion, Amelie, Vroni und Lena bekamen bei der Gelegenheit auch gleich noch eine praktische Lektion im richtigen Pflanzen von Bäumen und Sträuchern.

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Ein Apfelbaum als Ausgleich für gefällte Bäume: Fachgerecht unterstützt von Gärtnermeister Heiko Schneider und gepflanzt von Vroni, Amelie, Lena und Nico (v.li)

Ob an dem Bäumchen im nächsten Sommer bereits knackige Äpfel hängen werden, steht noch nicht fest, aber bei den Beeren wird es ganz sicher dann schon zumindest eine kleine Ernte geben, die auch den anderen Schülerinnen und Schülern zugutekommt.

Fazit von Nico, Schüler aus Hallbergmoos, 13 Jahre alt: „Wenn Ihr nichts tut, dann tun wir was!“ - ein gelungenes Beispiel für Eigeninitiative junger Menschen und nachhaltigen Umgang mit der Natur.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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