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So macht Homeschooling Spaß

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 27. März 2021

Kreativität und Phantasie sind gefragt beim Kunstunterricht der Grund- und Mittelschule

Homeschooling, das bedeutet Rechnen, Deutsch, Englisch… - anstrengend und manchmal auch ziemlich langweilig, kaum etwas, wobei man kreativ sein kann. Nicht so in Oberding! Das Lehrerteam der Grund- und Mittelschule hatte sich nämlich etwas ganz Besonderes ausgedacht. Während der Zeit, als Schule zuhause am PC stattfinden musste, bekamen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Kunstunterrichts zahlreiche Aufgaben und Anregungen, um mit viel Phantasie und einfachen Mitteln selbst etwas zu gestalten. Jede Woche gab es ein neues Aufgabenblatt mit ausführlichen Informationen und Hinweisen und mit interessanten Hintergrundinfos zum aktuellen Thema, dazu Vorschläge und Tipps für die Ausarbeitung.

Die Aufgaben waren allerdings höchst unterschiedlich. Da war z.B. die unvollständige Skizze eines Bikers, die erst fertig gezeichnet werden sollte. Vorgabe war lediglich, zu ergänzen was noch fehlt, jedoch keine sonstigen Bedingungen, also egal ob einfarbig oder bunt, mit welchem Stift, ob mit oder ohne weitere Details.

Bei „Bayern – meine Heimat“ wurden die Kinder zu Heimat- und Dialektforscher/innen ernannt. Da war nicht nur Wissen über Land und Leute gefragt, es mussten u.a. auch mindestens zehn bayerische Begriffe aufgeschrieben und erklärt werden und eine Liste mit bayerischen Songs war zu erstellen. Nicht überraschend war dabei, dass auf der Briefmarke „made in Bavaria“, die zu entwerfen war, schon auch mal ein Wolperdinger aufs Papier gelangte.

Valentinstag und Weltfrauentag fanden ebenfalls Aufnahme in die Aufgabenliste, bei ersterem stand im Mittelpunkt – natürlich - das Herz. Und zum Weltfrauentag im März krabbelten allerlei Käfer in großer Anzahl über die Bilder, die den Werken der Naturforscherin und Malerin Maria Sibylla Merian nachempfunden waren.

Spannend war es ganz bestimmt auch, sich mal als Modedesigner/in zu betätigen. Der Kopf eines Menschen sollte aus einer Zeitschrift ausgeschnitten und mit einem möglichst verrückten Kopfschmuck aus Alltagsmaterialien versehen werden.

Corona durfte in dem Ganzen nicht fehlen und deshalb bekam auch der Virus einen Platz in der Aufgabensammlung. Das wohlbekannte und ungeliebte „Ding“ = die Mund-Nasen-Maske sollte verfremdet und mal in einen ganz neuen Zusammenhang gebracht werden.

schule kunstprojekt21

„An was erinnert mich dieser Entenschnabel bloß…?" 

Aus diesen (und noch vielen weiteren) Aufgaben und Anregungen entstanden überraschend tolle und kreative Kunstwerke, deren Grundlage gelegentlich Motive moderner Künstler waren, wie z.B. Andy Warhol, James Rizzi oder Pierre Soulages, der fast ausschließlich schwarze Werke gemalt hatte. Die jungen Künstlerinnen und Künstler setzten die Arbeitsaufträge mit viel Witz und Einfallsreichtum in eigene Kreationen um, in bunte und einfarbige, witzige und solche, die nachdenklich machen, die einen aufwendig gestaltet und andere, die auch mit nur wenigen Details eindrucksvoll sind.

Während der Homeschooling-Zeit fotografierten die Schülerinnen und Schüler ihre Bilder und luden sie im Schulmanager hoch. Nun sind endlich auch die Originale in der Schule angekommen. Hier können sie in den Fluren und im Treppenhaus bewundert werden, wo sie nicht nur einen eindrucksvollen Überblick über den Kunstunterricht im Homeschooling ermöglichen, sondern gleichzeitig auch für so manchen dringend benötigten Farbtupfer sorgen.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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