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Corona-Test auf dem Stundenplan

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 21. April 2021

Teststraße für die 10. Klassen der Realschule Oberding

Zweimal pro Woche steht für die beiden 10. Klassen der Realschule ein Corona-Test auf dem Stundenplan. Das Ergebnis längerer Überlegungen war, eine „Teststraße“ einzurichten, und dies hat sich in der Praxis nun als sehr erfolgreich erwiesen.

Schülerinnen und Schüler warten - mit Maske und Abstand - auf dem Flur, Dominik Wittmann, Lehrer und Hygienebeauftragter, ruft alle einzeln in den Testraum. Das Stäbchen drehen sie, angeleitet von Profis, selbst in der Nase und schon können sie wieder zum Unterricht zurückkehren.

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Augen zu und durch! Selbsttest der Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen unter den wachsamen Augen von FW-Kommandant Lorenz Huber

Ist das Testergebnis negativ, gibt es keine weitere Information. Mit einem positiven Ergebnis wird sehr diskret umgegangen. Der Schüler/die Schülerin wird in der Zwischenpause aus der Klasse geholt, die Eltern werden informiert, der Test wird wiederholt. Hygieneberater, Sekretärin und Schulsozialberaterin stehen bereit, um notfalls seelische Unterstützung leisten zu können.

Die Organisation rund um die Teststraße hat die Freiwillige Feuerwehr Oberding übernommen. Jeweils drei Mitarbeiter sind vor Ort und kümmern sich darum, dass die Tests fachgerecht durchgeführt, ausgewertet und dokumentiert werden.

Die Kosten für die Tests werden zwar vom Staat übernommen, für die Finanzierung von notwendigen Materialien wie z.B. die Schutzanzüge, springt allerdings die Gemeinde Oberding ein. Schulleiter Martin Heilmeier ist sehr froh, dass das alles so hervorragend funktioniert: „Das Konzept ist sehr gut durchdacht.“

Auch Bürgermeister Bernhard Mücke ist davon überzeugt, dass dies eine hervorragende Lösung ist. Seiner Meinung nach wäre es auch eine machbare Möglichkeit für die Grund- und Mittelschule, „aber das erlaubt das Kultusministerium nicht.“ Bürgermeister und Schulleiter fänden es allerdings am allerbesten, wenn die Tests bereits zuhause durchgeführt werden könnten.

Getestet wird montags und mittwochs gleich zu Schulbeginn. Die Teststraße ist dabei eine Schnellstraße, denn nach rund 20 Minuten ist eine ganze Klasse schon wieder fertig. Sollten die Tests demnächst auch auf andere Jahrgangsstufen ausgedehnt werden, dann wäre auch dies, zumindest räumlich, kein Problem.

Dass die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr diese Aufgabe so kompetent abwickeln, sehen Schulleiter und Bürgermeister als Glücksfall, weil durch die Teststraße außerhalb des Klassenzimmers alles wesentlich entspannter und zügiger abläuft. FFW-Kommandant Lorenz Huber kommentiert die lobenden Worte ganz gelassen: „Entweder gscheid oder gar ned!“

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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