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Bunter Hit-Mix mit bairischem Topping

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 26. Oktober 2019

Pop Konzert mit “Soli Deo Gloria” und „de Eva“ im Niederdinger Bürgersaal

„Soli Deo Gloria“ – aus dem Lateinischen übersetzt mit „Gott allein sei die Ehre“ – heißt der Chor unter der Leitung von Guido Krutscher. Wie gut, dass die Sängerinnen und Sänger an diesem Abend nicht nur Gott allein, sondern auch dem Publikum im Niederdinger Bürgersaal die Ehre gaben.
Denn wenn sich Krutscher und seine Gesangstruppe auf der Bühne in Position bringen, erwartet die Gäste nicht nur beste Unterhaltung, sondern Musikgenuss vom Feinsten.

Mit dem US-amerikanischen Gospelsong „Down by the Riverside“ eröffneten die Musiker stimmgewaltig den Abend. Beim darauffolgendem Gute-Laune-Hit „Happy“ (Pharrell Williams) zeigte sich der Chor von einer lockeren, beschwingten Seite. Barbara Haupt brillierte dabei mit herausragenden Solo-Parts. „Ain´t no mountain high enoug“ hieß es im nächsten und gleichnamigen Stück, das bereits in den 1960ger Jahren begeisterte. „Die etwas Älteren unter uns erinnern sich bestimmt noch an Marvin Gaye“, war sich Guido Krutscher sicher. Mit dem Millionenseller „A groovy kind of love“ versetzte der Chor das Publikum daraufhin in „Kuschel-Stimmung“.

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Doch gleich im Anschluss wurden die Zuhörer überrascht vom „Parkplatzregen“. Dieses Lied erzählt auf humorvolle und mitreißende Art und Weise von der Szenerie beim plötzlichen Sommergewitter. Alle flüchten sich ins Trockene, doch zwei Verliebte genießen das Alleinsein im prasselndem Regen. So hieß es da: „Hat sich der Regen erstmal verzogen, dann gehen wir beide durch den Regenbogen...“ Vom Regenbogen ging es schnurstracks ins Märchenland. „The little mermaid“ – ein Medley der Songs des Disney Klassikers „Arielle, die Meerjungfrau“ – entführte so manchen Gast zurück in die Kindheit. Mit „The Rose“ (Bette Midler) waren dann die ganz großen Gefühle an der Reihe, bevor „Dynamite“ (Taio Cruz) das Publikum wieder rhythmisch mitriss. Mit dem Oldie „Silence is golden“ gelang Krutscher erneut der rasante Stimmungswechsel von „aufgeheizt“ zu „besinnlich“. „Mamma Mia“, eines der bekanntesten ABBA-Evergreens, ließ die Zuhörer eintauchen in die bunte Welt der 1970ger Jahre, bevor sich der Chor mit „Africa“ (Toto) unter tosendem Applaus in die Pause verabschiedete.

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In der zweiten Hälfte des Abends betrat Eva Claus aus Höhenkirchen die Bühne. Und von der ersten Minute an beeindruckte die 38-Jährige Mutter zweier Kinder mit einer unglaublicher Präsenz. Die Vollblutmusikerin, die sich als Ein-Frau-Band „de Eva“ nennt, begeisterte mit Musik in Mundart.
Da ging es ums kindlich naive „Dreckpfützn Springa“, das auch manchmal für uns Erwachsene so befreiend wäre. Oder um das Auf und Ab im Leben, das uns immer wieder vor neue Herausforderungen stellt. „Im Leben geht´s halt nicht immer nur gerade aus. Und da rede ich jetzt nicht von den Schlangenlinien nach dem Wiesnbesuch“, meinte die Musikerin mit einem Augenzwinkern. Die musikalische Begleitung übernimmt „de Eva“ natürlich komplett selbst. Mit Fußschlagzeug, Gitarre, Mundharmonika, manchmal auch der Ziehharmonika und dem Klavier wirkt es teilweise so, als stünden ihr mehr als nur zwei Arme und zwei Beine zur Verfügung, um diese perfekte Performance hinlegen zu können. Sogar „Bairischer Techno“ ist kein Problem für die quirlige Münchnerin. Die Gäste stimmte sofort begeistert mit Klatschen ein.
Bei ihrem Song „Ziag deine Schua aus und tanz!“ gesellte sich ganz spontan eine junge Dame aus dem Publikum zu ihr auf die Bühne und schwang das Tanzbein. Ein ganz bezaubernder Anblick!

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Viele Themen von Claus´ Liedern haben echten Tiefgang. Dank ihrer humorvollen Art wirken jedoch auch ernstere Textpassagen aufmunternd und charmant. Und wenn sie Recht hat, „de Eva“, dann „tanz ma im Himme olle weida“. Doch vorher dürfen wir uns hoffentlich noch über viele solcher Konzertabende wie diesen hier in Niederding freuen.

Für Sie berichtete Christine Hofer.

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