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„As blaue Aug“

Kategorie: Kultur Veröffentlicht: 30. Oktober 2019

Katholische Landjugendbewegung bringt Bauernkomödie auf die Bühne
Selbst wenn sich die Blutalkoholkonzentration noch im Plusbereich befindet: einen Tag nach dem Herbstfest gibt die Theatergruppe der Katholischen Landjugendbewegung alle zwei Jahre ordentlich Gas. In nur wenigen Wochen stellen rund ein Dutzend junge Männer und Frauen zwischen 20 und 28 Jahren ein Theaterstück auf die Bühne. Niemand steht das erste Mal auf der Bühne, alle haben Erfahrung und sind so gesehen „alte Showhasen". So bewältigen sie neben ihrem beruflichen Alltag und Ausbildungen nicht nur die Proben routiniert: „Die, die mitmachen, sind Schauspieler, machen den Bühnenbau, kümmern sich um die Requisite, eben alles, was dazu gehört. Jeder macht alles", berichtet Sebastian Adlberger.

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Deftig-witziger Schwank
Auf dem Programm steht dieses Mal die Bauernkomödie „As blaue Aug" nach Joachim Grabbe. Wie es sich für eine lustige Bauernkomödie gehört, setzt der Dreiakter auf Verwechslungen, die ein ganzes Dorf in den Ausnahmezustand versetzen. So zerbrechen sich einige Bewohner die Köpfe, warum der Tischlermeister und sein Sohn blaue Augen haben. Möglicherweise könnte es mit dem nächtlichen Fensterln oder den versuchten Einbrüchen zu tun haben: „Weil der Alkohol auf dem Schützenabend zuvor in Strömen fließt, kann sich am nächsten Tag keiner so genau erinnern", verrät Hauptdarsteller Michael Kattner. Handfeste Dialoge in hohem Tempo und jede Menge Situationskomik sorgen für einen kurzweiligen Abend mit einem überraschenden Ende. „Das Publikum kann bis ganz zum Schluss raten", verspricht Laura Perzl augenzwinkernd.
„Sebastian, Alexandra (Haun) und ich haben einige Stücke im Vorfeld gelesen und haben uns dann dafür entschieden", plaudert Neu-Regisseurin Stephanie Maier zufrieden nach einer der letzten Proben, vor der Premiere. „Ich habe schon oft mitgespielt, aber die Inszenierung mache ich das erste Mal!" Spielen auf den Brettern, die die Welt bedeuten ist das eine, dafür die künstlerische Leitung innezuhaben, etwas anderes. „Es ist herausfordernd ein Stück zu finden, dass nicht nur die Leute gut finden, sondern worauf die Schauspieler Bock haben, es zu spielen", erinnert sich Stephanie Maier an den Auswahlprozess. „Wenn die Schauspieler lustlos spielen, kommt es beim Publikum nicht rüber." Unterm Strich ist sie dennoch sehr entspannt. „Aufgrund meiner Erfahrung kann ich ganz gut einschätzen, was die Leute hören und sehen wollen und was ankommt. Zu 100 Prozent weiß man es eh nie."

 

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Vorverkauf läuft
Für die vier Vorstellungen am 22., 24., 29. und 30. November läuft der Vorverkauf ab sofort jeden Sonntag im Schützenstüberl Niederding, jeweils zwischen 18 und 19 Uhr. Die Karten kosten zwischen fünf und acht Euro. Zudem gibt es eine Abendkasse: „, Einen Teil der Einnahmen spenden wir an das Palliativ-Team Erding. Wir freuen uns, wenn viele Leute kommen, es ihnen gefällt und wir in zwei Jahren wieder spielen können", so Stephanie Maier. In diesem Zusammenhang äußert sie einen besonderen Wunsch: „Wir brauchen Nachwuchsschauspieler. Wer Lust hat, soll einfach kommen."


Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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