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Songs an einem Sommerabend

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 10. Juli 2016

Musik kennt keine Grenzen beim Sommersingen des Singkreises Erdinger Moos

Es war ein lauer Sommerabend, als der Singkreis Erdinger Moos am 9. Juli zum diesjährigen Sommersingen ins Bürgerhaus Notzing eingeladen hatte. Viele Gäste saßen schon lange vor dem offiziellen Beginn beim gemütlichen Essen und Ratschen an den Tischen im Hof des Bürgerhauses.

Um 19 Uhr war es dann soweit und der Vorsitzende des Singkreises, Werner Fleschütz begrüßte die rund 90 Mitwirkenden und 200 Gäste, die sich auf ein buntes Chorprogramm freuen durften. Der Gastgeber, der Singkreis Erdinger Moos unter Leitung von Peter Heger eröffnete das Sommersingen mit drei Stücken, darunter dem passenden Wunsch „Have a nice day“.

 

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Essen, Ratschen, Zuhören - beim Sommersingen 2016

Bei ihrem zweiten Auftritt überraschten sie das Publikum mit einer Reise durch allerlei Musikstile. Wie hätte die wohlbekannte „Forelle“ von Franz Schubert wohl geklungen, hätte Mozart oder Beethoven sie komponiert?

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Peter Heger, Leiter des Singkreises Erdinger Moos

Der Kinder- und Jugendchor „Mooskitos“ begeisterte die Zuhörer mit vier lustigen Liedern. Absoluter Hit war der Song vom Rap-Huhn, das immerfort redet und nie aufhört und über das sich sogar der Bauer aufregt. „Ja, ich rappe so toll, und ich bin gut drauf. Und beim Rappen hab ich immer eine Mütze auf.“ Großer Beifall belohnte die jungen Künstler und natürlich hatten sie die gewünschte Zugabe parat.

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Die Mooskitos rappen wie die Profis.

Bei den Mooskitos singen 15 Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren. Dass es ihnen großen Spaß macht, war nicht zu übersehen. Alle sind aus dem Gemeindebereich Oberding, geprobt wird in Aufkirchen. Regina Altmann, die den Kinder- und Jugendchor seit rund vier Jahren leitet, würde sich jedoch über weitere singbegeisterte Kinder freuen.

Die Liedertafel Moosinning, ebenfalls unter Leitung von Regina Altmann, brachte zunächst zwei schwedische Sommerlieder zu Gehör. Und als dann der uralte Schlager von Roy Black „Schön ist es, auf der Welt zu sein...“ zu hören war, da wippten gleich alle Füße mit.

Fragten sich die Reisener Sängerinnen zuerst „Ja, wo san denn de lustign Tanzer, wo san denn de lustign Buam?“ so müssen sie sie wohl gefunden haben, weil bei ihrem zweiten Auftritt das große Bedürfnis zu hören war, sich auf dem „lieben alten Kanapee“ auszuruhen.

Einen großen Auftritt hatte der Seemannschor Erding unter Leitung von Dr. Hans Richter. Sie hatten sogar ihren eigenen „Moderator“ dabei, der wohlbekannte Seemannslieder mit humorvollen kleinen Geschichten ankündigte. Die gut gelaunten Erdinger Matrosen waren für alles gerüstet und als sie davon sangen, dass der Seemann einen Kümmel braucht, zogen sie sogleich das entsprechende Fläschchen aus der Hosentasche. Eine Zugabe wurde gefordert. „Das ist die Liebe der Matrosen“ - da sang und klatschte das Publikum begeistert mit.

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Stimmungsvoller Ausklang

Es wurde allmählich dunkel, Mond und Sterne waren am Himmel zu sehen und die Windlichter auf den Tischen wurden entzündet. Passend zur abendlichen Stimmung sang der Singkreis Erdinger Moos zwei Spirituals, ehe sich zum Schluss dann alle Chöre gemeinsam mit dem Publikum in dem Lied „Bewahre uns Gott“ zusammenfanden.

Natürlich ist die Akustik im Freien nicht so optimal wie in einem Saal. Doch das tat der guten Stimmung keinerlei Abbruch. Die Begeisterung der Sängerinnen und Sänger und die Freude des Publikums machten diesen Abend zu einer sehr gelungenen Veranstaltung. Das ausgiebige Üben hatte sich gelohnt und viel Beifall belohnte jeden Chor.

Veranstalter des Sommersingens, das schon seit vielen Jahren stattfindet, war der Singkreis Erdinger Moos. Viele freiwillige Helfer sorgten an diesem Abend dafür, dass sowohl die Veranstaltung als auch die Versorgung mit Essen und Getränken reibungslos abliefen. 1927 wurde der Singkreis gegründet, ursprünglich als Männerchor, aus dem nach einigen Jahren ein gemischter Chor wurde. Im nächsten Jahr kann der Singkreis seinen 90. Geburtstag feiern. Chorleiter Peter Heger wird dann jedoch nicht mehr den Ton angeben, nach 30 Jahren gibt er nun den Dirigentenstab ab. Er versprach jedoch, dem Chor auch weiterhin bei Bedarf als Pianist zur Verfügung zu stehen und mittelfristig sogar als Sänger einzusteigen. Zum Glück gibt es bereits einen jungen Nachfolger.

Zwar war um 22 Uhr das offizielle Ende des Sommersingens, aber damit war an diesem stimmungsvollen Samstagabend noch nicht Schluss. Man saß noch lange gemütlich beisammen und, kein Wunder, wenn so viele Sängerinnen und Sänger beieinander sind, erklang auch später noch das eine oder andere Lied.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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