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„Hätt wer von Euch gern Superkräfte?“ Stephan Zinner mit „Wilde Zeiten“ im Bürgerhaus Niederding

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 04. Oktober 2016

Mit dieser Frage startet der Kabarettist und auch wenn sich erwartungsgemäß erstmal keiner rührt, stellt er fest: „I scho, weil draußen geht’s zua, die Laid san drauf... immer voll! Die Mama hat so an Schnellkochtopf, mit so am Ventil. Und die Laid kommen mir vor, wie a Schnellkochtopf ohne Ventil. Irgendwann mal machts... buh – bumsdi!“ Erhebliche Lacher im Publikum, jeder kennt das Überdrehte unserer Zeit und versteht auch die Doppeldeutigkeit.

 

Zinner stellt klar: „Also ‚bumsdi’ is Bayrisch für Herzinfarkt, Schlaganfall, Burnout-Dings, so was. Also do hät i gern manchmal Superkräfte, wenn mi wieder mal so a Hypotronikerschädel, dem die Halsschlagader scho permanent 10 Zentimeter draußen pocht, o schreit“. Ein gelungener Start, in kurzer Zeit hat er das Publikum auf seiner Seite.

Der Schützenverein Die Fröhlichen Niederding e.V. haben den Schauspieler, Kabarettisten und Musiker engagiert. Ein Programmpunkt der Feierlichkeiten zum 90-jährigen Bestehen des Vereins.

Zinner ist ein ausgezeichneter Schauspieler, was er schon in vielen Film- und TV-Produktionen bewiesen hat. Bekannt wurde er über Bayern hinaus mit dem Film „Shoppen“, durch seine Rolle in der BR-Serie „Schleudergang“ und seit Jahren nun auch schon als Söder-Double im Nockherberg-Singspiel. Hohe Politik ist in diesem Soloprogramm nicht seine Sache, er beschreibt lieber die kleinen alltäglichen Momente, die uns allen bekannt vorkommen. Überspitzt formuliert und mit dem ganzen Repertoire eines Darstellers, Mimik, Gestik, Timing, alles perfekt austariert, erzeugt er einen Lacher nach dem anderen. Was so leichtfüßig daher kommt und manchmal so beiläufig gesagt scheint, gewinnt durch diese Perfektion dann doch an Bedeutung. Kleine Fragezeichen zum eigenen Alltag entstehen da durchaus. Mit Belehrung hat das aber nichts zu tun, es ist bissig, aber immer ausgesprochen lustig.

Mit seinem Programm wird er nie gemein, nie wirklich schadenfroh, immer wieder ist es bei ihm auch eine Selbstbespiegelung. Wenn er vom Familienurlaub erzählt, die Ferien erstmal für zu lang hält und es schwierig findet, im Marmorboden von Carrara ein Zelt zu verankern, klingt das hier in der Beschreibung ziemlich klischeehaft, aber durch die Präsentation ist es einfach „saukomisch“. Diesen Mann als „Rampensau“ zu charakterisieren ist sicher nicht verkehrt, dafür spricht seine Bühnenpräsenz, verbunden mit grundsympathischer Ausstrahlung.

Zinner spielt souverän Gitarre und singt, als ob der Blues eine bayerische Erfindung wäre. „Wilde Zeiten“ haut er fetzig raus, es rockt. Im Wechsel mit den Songs fliesen die Geschichten nahtlos ineinander, oft mit fast übergangslosen Wechseln zwischen temperamentvollen Passagen und ruhigeren Momenten. Dem Trostberger und Wahlmünchner folgt man beim Derblecken gern.

Die Lachmuskeln wurden an diesem Abend reichlich strapaziert. Der Saal ist voll, die Stimmung ausgelassen, mit dem Engagement von Stephan Zinner haben „Die Fröhlichen Niederding“ einen Volltreffer gelandet.

Für Sie berichtete Joachim Balon.

Mit dieser Frage startet der Kabarettist und auch wenn sich erwartungsgemäß erstmal keiner rührt, stellt er fest: „I scho, weil draußen geht’s zua, die Laid san drauf... immer voll! Die Mama hat so an Schnellkochtopf, mit so am Ventil. Und die Laid kommen mir vor, wie a Schnellkochtopf ohne Ventil. Irgendwann mal machts... buh – bumsdi!“ Erhebliche Lacher im Publikum, jeder kennt das Überdrehte unserer Zeit und versteht auch die Doppeldeutigkeit.

Zinner stellt klar: „Also ‚bumsdi’ is Bayrisch für Herzinfarkt, Schlaganfall, Burnout-Dings, so was. Also do hät i gern manchmal Superkräfte, wenn mi wieder mal so a Hypotronikerschädel, dem die Halsschlagader scho permanent 10 Zentimeter draußen pocht, o schreit“. Ein gelungener Start, in kurzer Zeit hat er das Publikum auf seiner Seite.

Der Schützenverein Die Fröhlichen Niederding e.V. haben den Schauspieler, Kabarettisten und Musiker engagiert. Ein Programmpunkt der Feierlichkeiten zum 90-jährigen Bestehen des Vereins.

Zinner ist ein ausgezeichneter Schauspieler, was er schon in vielen Film- und TV-Produktionen bewiesen hat. Bekannt wurde er über Bayern hinaus mit dem Film „Shoppen“, durch seine Rolle in der BR-Serie „Schleudergang“ und seit Jahren nun auch schon als Söder-Double im Nockherberg-Singspiel. Hohe Politik ist in diesem Soloprogramm nicht seine Sache, er beschreibt lieber die kleinen alltäglichen Momente, die uns allen bekannt vorkommen. Überspitzt formuliert und mit dem ganzen Repertoire eines Darstellers, Mimik, Gestik, Timing, alles perfekt austariert, erzeugt er einen Lacher nach dem anderen. Was so leichtfüßig daher kommt und manchmal so beiläufig gesagt scheint, gewinnt durch diese Perfektion dann doch an Bedeutung. Kleine Fragezeichen zum eigenen Alltag entstehen da durchaus. Mit Belehrung hat das aber nichts zu tun, es ist bissig, aber immer ausgesprochen lustig.

Mit seinem Programm wird er nie gemein, nie wirklich schadenfroh, immer wieder ist es bei ihm auch eine Selbstbespiegelung. Wenn er vom Familienurlaub erzählt, die Ferien erstmal für zu lang hält und es schwierig findet, im Marmorboden von Carrara ein Zelt zu verankern, klingt das hier in der Beschreibung ziemlich klischeehaft, aber durch die Präsentation ist es einfach „saukomisch“. Diesen Mann als „Rampensau“ zu charakterisieren ist sicher nicht verkehrt, dafür spricht seine Bühnenpräsenz, verbunden mit grundsympathischer Ausstrahlung.

Zinner spielt souverän Gitarre und singt, als ob der Blues eine bayerische Erfindung wäre. „Wilde Zeiten“ haut er fetzig raus, es rockt. Im Wechsel mit den Songs fliesen die Geschichten nahtlos ineinander, oft mit fast übergangslosen Wechseln zwischen temperamentvollen Passagen und ruhigeren Momenten. Dem Trostberger und Wahlmünchner folgt man beim Derblecken gern.

Die Lachmuskeln wurden an diesem Abend reichlich strapaziert. Der Saal ist voll, die Stimmung ausgelassen, mit dem Engagement von Stephan Zinner haben „Die Fröhlichen Niederding“ einen Volltreffer gelandet.

Für Sie berichtete Joachim Balon.

 

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