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„Fröhlich klingen unsre Lieder!“ – 90 Jahre Singkreis Erdinger Moos

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 23. Oktober 2017

Großes Jubiläumskonzert in der Mehrzweckhalle Oberding

Mit einem großen Jubiläumskonzert feierte der Singkreis Erdinger Moos singend und klingend, dass es ihn seit 90 Jahren gibt. Aus der 1927 gegründeten und rein männlichen „Sängerrunde Notzing“ entwickelte sich im Laufe der Jahre ein gemischter Chor, der, nun als Singkreis Erdinger Moos und seit vielen Jahren geleitet vom 1. Vorstand Werner Fleschütz, bekannt und beliebt ist.

90 Jahre – das musste gefeiert werden! Befreundete Chöre aus Erding, Vilsbiburg und Langenbach kamen am 21. Oktober nicht nur zum Gratulieren, sondern auch zum Singen nach Oberding. Die Blaskapelle Bleichen mit ihrem temperamentvollen Dirigenten Helmut Schafnitzel, dem Singkreis Erdinger Moos seit 40 Jahren partnerschaftlich verbunden, unterhielt die rund 300 Gäste mit schwungvoller Blasmusik.

Schirmherr Bürgermeister Bernhard Mücke meinte in seiner Begrüßungsansprache, „es bietet sich an, die Laudatio auf den Chor singend vorzutragen.“ Aber er beließ es dann lieber doch beim Reden. „Der Singkreis ist ein wichtiger und unverzichtbarer Kulturträger der Gemeinde Oberding“, so der Gemeindechef, „darauf können Sie mehr als stolz sein!“

Landrat Martin Bayerstorfer meinte gar, dass man so einen feschen und jugendlichen Neunziger bis jetzt noch nie gehabt habe, „Respekt!“. Und eine sehr zutreffende Feststellung traf Heinz-Peter Bernert, Vizepräsident des Bayerischen Sängerbundes: „Beim Singen kann man nicht streiten.“

jubilkonzert singkreis 1

90 Jahre jung – der Singkreis Erdinger Moos

Leider gab es gleich zu Beginn der Veranstaltung eine Schrecksekunde, als eine der Sängerinnen einen Schwächeanfall erlitt und stürzte. Beruhigt durch die Information, dass es ihr inzwischen wieder besser geht, konnte das Publikum nach einer kurzen Verzögerung das Konzert genießen. „Boogie-Woogie-Zauberer“ Peter Heger, bis 2015 Leiter des Erdinger Singkreises, führte charmant durch das bunt gemischte Programm. Und es ging dann gleich fröhlich los mit dem Nachwuchs des Singkreises. Der Kinderchor Mooskitos unter der Leitung von Regina Altmann-Weihmayr bezauberte die Gäste mit Liedern aus aller Welt. Hit war natürlich der Song vom Rap-Huhn, das beim Singen immer seine Mütze auf hat, wie die Kinder gekonnt demonstrierten. Dafür gab’s begeisterten Applaus, der sich noch steigerte, als die jungen Sängerinnen und Sänger einen Geburtstags-Rap für den Singkreis als Zugabe draufsetzten.

jubilkonzert singkreis 2

Auch der Nachwuchs steht schon bereit: die Mooskitos bezaubern die Gäste mit ihrem Lied vom Rap-Huhn.

Details aus dem Chorleben verriet Sängerin Marion Vogl in ihrem heiteren Gedicht:

„Am Anfang warn’s no lauter Männer –

doch mit de Frau’n is no vui scheena!

Über den früheren Chorleiter Peter Heger wusste sie:

„Und war’n de Töne net vollkommen,

der Peter hod des leicht genommen:

Er stellte das Klavier auf ‚laut‘

und hod in d’Tast’n einig g’haut“

Sie kennt auch das Geheimnis, wie Josef Weihmayr, seit 2016 Chorleiter, den Chor zum Klingen zu bringt:

„Wenn er die Lieder dirigiert,

sind alle Damen ganz gerührt.“

„Viva la musica“ aus Vilsbiburg, seit 25 Jahren mit dem Singkreis befreundet, hatte eine ganz besondere Überraschung im Gepäck, nämlich einen Wurst- und Brezenbaum nebst ausreichend Bier. Die Vilsbiburger hatten sich zu Ehren des Singkreises einen neuen Text auf eine altbekannte Melodie ausgedacht, der mit Untersetzung des ganzen Saals gesungen wurde.

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90 Jahre Singkreis Erdinger Moos – ein begeistertes Publikum genießt das abwechslungsreiche Jubiläumskonzert.

Ein Kontrastprogramm bot der junge Chor „Soli Deo Gloria“ aus Erding mit drei Spirituals, der Männerchor Langenbach erfreute die Gäste mit bekannten Volksliedern und überreichte "Tulpen aus Amsterdam". Zum Schluss kam noch einmal der Singkreis Erdinger Moos auf die Bühne und die Sängerinnen und Sänger zeigten mit Liedern aus Frankreich, Südafrika und England ihr Können.

Und weil das Publikum gar nicht mehr aufhören wollte mit dem Klatschen, verabschiedeten sie sich, passend zur späten Stunde, mit einer letzten Zugabe: „Good Night, Sweetheart, Good Night!“

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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