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Skandal auf dem Leitnerhof - wem gehört das rotseidene Höserl?

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 13. November 2017

Schwank in drei Akten im Bürgersaal Niederding

Es war schon eine sehr pikante Angelegenheit, um die es an diesem Abend ging. Keiner wusste, wo das aufreizende rotseidene Höserl her kam und keiner wollte etwas mit der unmoralischen „Weiberhosn“ zu tun haben, die auf unerklärliche Weise auf dem Leitnerhof aufgetaucht war, deshalb wanderte es dann auch von einer Jacken-/Hosentasche in die andere.

Der Großvater (Michael Kattner) entdeckte es als erster, und steckte es dem Bauern (Simon Körger) in die Joppentasche. Dem entsetzten Pfarrer (Sebastian Adlberger) fiel es aus seiner Soutane entgegen und von dort gelangte es in die Jackentasche vom Assessor Lausig (Lukas Frank). Und das gerade jetzt, wo es in der kleinen Pension der Leitnerbäuerin (Laura Perzl) so viel Unruhe gab, weil Gäste von einem ins andere Zimmer umquartiert werden mussten. Ausreichend Stoff also, um jede Menge Missverständnisse und Verwechslungen entstehen zu lassen.

 

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Was tut denn das rostseidene Höserl in der Hand vom Herrn Pfarrer?

Laut ging es zu auf dem Leitner Hof. Türen wurden zugeknallt, jede Menge Geschirr wurde zerschlagen und die Leitnerbäuerin schimpfte lautstark über alles und mit jedem und drohte ihrem Bauern zwischendurch gar mit Scheidung. Doch in einem Bauernschwank kann es gar nicht anders sein, das Rätsel des Höserls löste sich am Ende auf, die Liebe siegte und es fanden sich die Paare: die Sommerfrischlerin Lizzy (Alexandra Haun) und der Sohn des Hauses Franzl (Julian Strobl) fielen sich endlich in die Arme, Assessor Lausig eroberte die Professorentochter Meta (Julia Körger) und der Leitnerbauer versöhnte sich mit seiner Bäuerin. Sogar die Urschl durfte sich über einen Liebesbeweis vom Knecht Hias (Christoph Stemmer) wundern. Der Professor Garaus (Sebastian Heuberger) würzte alles mit mehr oder weniger passenden lateinischen Aussprüchen. Und der Herr Pfarrer? Der war heilfroh, dass er das rotseidene Höserl wieder los hatte und damit wieder mit makellos weißer Weste und einwandfreier Moral dastand.

Einen großen Lacherfolg und viel Beifall erzielten Großvater Bartl und der Herr Pfarrer, die einen Texthänger mit so viel Witz, Geschick und Körpereinsatz vor dem Souffleurkasten überspielten, dass man schon fast denken konnte, das gehört zum Stück dazu. Viel Szenenapplaus gab es, insbesondere für den Großvater und für Stephanie Maier, die die gschlamperte Magd Urschl - „o heilige Muatta Anna“ – äußerst überzeugend verkörperte.

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Gleich geht der Vorhang auf und der heitere Bauernschwank „Das rotseidene Höserl“ beginnt.

Regisseur Florian Huber kann mit seiner Gruppe sehr zufrieden sein. Acht Wochen hatte die Theatergruppe der KLJB Niederding geprobt, und das dreimal in der Woche, ehe am 10. November im Bürgerhaus Niederding die Premiere für „Das rotseidene Höserl“ stattfand. Die heitere Verwechslungskomödie in drei Akten von Josef Zeitler fand in vier ausverkauften Vorstellungen ein begeistertes Publikum, das viel lachte und sich bei Schauspielern und Team am Schluss mit ausdauerndem Beifall bedankte.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

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