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Bestens ausgerüstet!

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 09. März 2019

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Aufkirchen

Wer kennt noch die Sparkassen-Werbung aus den 90er-Jahren, in der sich zwei Männer übertrumpfen mit „Mein Haus! Mein Auto! Mein Boot!“? Die Freiwillige Feuerwehr Aufkirchen würde bei so einem Vergleich brillant abschneiden. Nach dem neuen Feuerwehrhaus 2017 und dem neuen Löschfahrzeug 2018 haben die Floriansjünger nämlich mit der Neuanschaffung eines zweiten Fahrzeugs bald schon einen weiteren Trumpf im Ärmel. All das wäre jedoch nicht möglich ohne die Gemeinde Oberding. Bürgermeister Bernhard Mücke stellte bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Aufkirchen aber gleich zu Beginn klar: „Es ist die Aufgabe der Gemeinde, den Brandschutz sicherzustellen!“ Und was für ihn dabei von ganz besonderer Bedeutung sei: „Wer seine Gesundheit und sein Leben für andere einsetzt, braucht nicht nur eine gute, sondern die beste Ausrüstung!“

Er sei stolz auf seine fünf Feuerwehren im Gemeindegebiet, so der Rathaus-Chef. Das Opfern der Freizeit, die Bereitschaft zur Aus- und Fortbildung sowie der beispiellose Zusammenhalt seien alles andere als selbstverständlich. Viele Bürgermeister müssten mit Aufrufen und großangelegten Aktionen für Freiwillige werben. „Doch mit so einer Truppe wie der euren bin ich als Bürgermeister tiefenentspannt“, lobte Mücke.

Euphorie und Bürokratie
45 aktive und passive Mitglieder waren der Einladung der Vorstandschaft gefolgt. Vorsitzender Wolfgang Hirner ließ im Ortschaftsraum das vergangene Jahr kurz Revue passieren. So startete die Feuerwehr Aufkirchen beim jährlichen Gemeindeturnier gleich mit zwei Mannschaften. „Und beide haben es ins Finale geschafft“, verkündete der Vereins-Chef mit Stolz. Leider musste man sich am Ende aber der Fußball AH geschlagen geben. Doch mit einem respektablen zweiten Rang ergatterten die Feuerwehrler immerhin einen Stockerlplatz. Auch 2018 wurde kräftig gefeiert bei der Wehr. Neben der Fahrzeugweihe stand auch wieder ein Weinfest auf dem Programm. Hirner bedauerte, dass die Organisation von Festen und Feiern immer aufwändiger werde. „Wenn ich für so ein kleines gemütliches Fest mehr als einen dreiviertel Tag damit beschäftigt bin, diverse Formulare auszufüllen, dann macht das keinen Spaß mehr“, so Hirner. Die neue EU-Datenschutzverordnung trage auch nicht gerade dazu bei, den Job eines Vereinsvorstands attraktiver zu gestalten. Da scheine es fast so, als wäre Edmund Stoibers Kampf gegen die Bürokratie damals nicht so erfolgreich ausgefochten worden. Aktuell unterstützen 75 passive Mitglieder den Verein. „Davon sind dreizehn Frauen. Wir erfüllen also fast die Frauenquote“, scherzte Hirner. Für die Fahnenabordnung wünschte sich der Vorsitzende, künftig „nicht immer die gleichen Gesichter“ zu sehen.

Rettungskräfte und Rettungsschwimmer
Kommandant Peter Reiss informierte über die aktive Wehr. Mit 45 Mitgliedern und einer Jugendgruppe mit drei Mitgliedern sind die Aufkirchner derzeit gut aufgestellt. An den 20 Übungen nahmen im Durchschnitt 18,6 Wehrler teil. „So ein Durchschnitt wird sicherlich nicht von vielen Feuerwehren erreicht“, freute sich Reiss. 17 Einsätze waren im vergangenen Jahr zu bewältigen. „Der Schwerpunkt liegt nach wie vor bei der FTO“, so der Kommandant. Auch er hatte ein Anliegen an die versammelte Mannschaft: „Macht Werbung für uns! Wenn ihr jemanden kennt, der sich für die Feuerwehr interessieren könnte, sprecht ihn an.“ Aufgrund des Datenschutzes dürfe die Gemeinde keine Informationen zu den Einwohnern herausgeben. Nur durch aktive Ansprache könne man neue Mitglieder gewinnen, meinte Reiss. Schon recht aktiv unterwegs war Jugendwart Wolfgang Roß im vergangenen Jahr. „Wir haben recht aufwändig die Werbetrommel gerührt und sind von Haus zu Haus gegangen“, erinnerte sich Roß. Die „Ausbeute“ von drei neuen Mitgliedern für die Jugendgruppe ist zwar überschaubar, aber dennoch erfreulich. Da acht Jugendliche in die aktive Wehr übernommen wurden und zwei Austritte zu verzeichnen waren, geht es dank der Neuankömmlingen wieder weiter mit der Jugendgruppe. Die Themen der Gruppenstunden auf der Power-Point-Folie von Wolfgang Roß ließen erahnen, wie umfangreich und vielseitig es bei der Feuerwehr für die Jugendlichen zugeht. Doch einige junge Leute setzten dem noch eins drauf! Zehn Mitglieder legten das Rettungsschwimmabzeichen in Bronze oder in Silber ab. „Da in Erding auf unsere Anfrage hin weder die Wasserwacht noch sonst jemanden Interesse zeigte, fuhren wir für den Kurs bis nach Waldkraiburg“, erzählte der Jugendleiter. Aber der Aufwand hat sich gelohnt. An diesem Abend wurden den frisch gebackenen „Rettungsschwimmern“ die Urkunden und Anstecknadeln überreicht. Künftig sorgt die Aufkirchner Feuerwehr nun auch für die Sicherheit im, am und auf dem Wasser!

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Mit den Rettungsschwimmabzeichen der DLRG in der Tasche sorgen sie nun für Sicherheit im, am und auf dem Wasser (v.l.): Maximilian Neumaier, Matthias Zehetmair, Nadine Lippold, Florian Roß, Chris Eitelbuß, Maximilian Hirner, Mikka Kuhlmann, Luis Boden.

Schwarze Zahlen und rosa Handschuhe

Kassier Andreas Roß eröffnete seinen Kassenbericht gleich mit einer guten Nachricht: „Unser Vereinsvermögen ist um gut 2.000 Euro gewachsen.“ Natürlich machen sich hier auch wieder die kräftigen Zuschüsse der Gemeinde bemerkbar. Lediglich die Zinserträge von 93 Cent lassen zu wünschen übrig. Doch dieses leidige Thema wollte der Kassenwart nicht weiter vertiefen. Kassenprüfer Peter Mai, der zusammen mit Stefan Matejicek die Kassenbewegungen geprüft hatte, bescheinigte Andreas Roß eine tadellose Kassenführung. Die Entlastung der Vorstandschaft war somit nur noch reine Formsache. Beim Tagesordnungspunkt „Wünsche und Anträge“ äußerte Nadine Lippold den Wunsch, die Frauen bei der Feuerwehr mit rosa Handschuhen auszustatten. Preislich gäbe es hier keinen Unterschied und man müsse die Feuerwehrlerinnen schon auch bei Laune halten, meinte die junge Dame augenzwinkernd. Ob dieser Vorstoß tatsächlich Beachtung findet, ist fraglich. Aber egal ob mit rosa oder schwarzen Handschuhen: Die Aufkirchner Feuerwehr packt auch 2019 wieder kräftig an!

Für Sie berichtete Christine Hofer.

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Die beiden Kommandanten Peter Reiss (ganz links) und Paul Scheidhammer (2. v. l.) gratulierten den Kameraden und dankten ihnen für ihr überragendes Engagement (ab 3. v. l.): Nadine Lippold, Stefan Greinsberger, Dirk Bredtmann, Mikka Kuhlmann, Martin Scheuchenpflug, Christine Zens, Johannes Schwinghammer.


Beförderungen

zum Feuerwehrmann/zur Feuerwehrfrau:
Dirk Bredtmann
• Mikka Kuhlmann
• Johannes Schwinghammer
• Christine Zens

zum/zur Löschmeister/in:
• Stefan Greinsberger
• Nadine Lippold

Ehrungen

• für 10 Jahre aktiver Dienst: Michael Graßl
• für 30 Jahre aktiver Dienst: Martin Scheuchenpflug


Rettungsschwimmabzeichen der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)

in Bronze:
• Chris Eitelbuß
• Maximilian Neumaier
• Florian Reichenbach
• Matthias Zehetmair


in Silber:
• Lara Biener
• Luis Boden
• Maximilian Hirner
• Mikka Kuhlmann
• Nadine Lippold
• Florian Roß

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