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Wenn die Saiten klingen und die Schwaben singen...

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 11. Mai 2019

Muttertags-Konzert des Singkreises Erdinger Moos

In den 1960er Jahren trällerte der niederländische Kinderstar Heintje „Mama, du sollst doch nicht um deinen Jungen weinen“ ins Mikro und erwärmte damit zigtausende Mütterherzen. Gut 50 Jahre später sorgte nun der Singkreis Erdinger Moos für glückliche Mütterherzen. Aber auch alle anderen Musikliebhaber kamen beim Muttertags-Konzert im Niederdinger Bürgerhaus voll auf ihre Kosten.
Denn zusammen mit dem Vokalensemble Dattenhausen, der Walpertskirchner Saitenmusi und dem Kinderchor Mooskitos bot sich den Zuhörern an diesen Abend ein Hörgenuss der Extra-Klasse.

In Windeseile waren alle freien Plätze im Bürgerhaus besetzt. Und auch die Extra-Stühle, die auf die Schnelle noch herbeigeschafft wurden, blieben nicht lange verwaist. Organisator Werner Fleschütz freute sich über den rappelvollen Bürgersaal: „Es sind mehr Besucher, als wir erwarten haben!“

In bester Manier begrüßten die Sängerinnen und Sänger daraufhin das Publikum musikalisch mit „Grüaß enk Gott“ und lieferten gleich darauf den Klassiker „Hab mein Wage vollgelade“.

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Weil (Mutter-)Liebe durch den Magen geht, war die wunderschöne Deko an diesem Abend teils auch essbar. Maria Deutinger, Claudia Birk, Maria Hufnagel und Hella Kressierer backten im Akkord und überraschten die Gäste mit über 300 Herzerl-Keksen.

Weiter ging es im Programm mit den Kleinsten. Die sieben entzückenden Sängerinnen vom Kinderchor Mooskitos begeisterten mit Film-Musik. Von „Biene Maja“ über „Pippi Langstrumpf“ bis hin zum Dschungelbuch („Probier´s mal mit Gemütlichkeit“) sangen sich die jungen Damen auf ein Neues in die Herzen der Zuschauer. Am Ende des Paulchen Panter-Songs „Wer hat an der Uhr gedreht“ ließen die Mädchen und ihre Chorleiterin Christiane Iwainski das begeisterte Publikum wissen: „Heute ist nicht alle Tage. Die Mooskitos kommen wieder - keine Frage!“

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Mit Bravour meisterten die kleinen Damen ihren Auftritt beim Muttertags-Konzert. Als Dankeschön gab es Blumen für Chorleiterin Christiane Iwainski und was Süßes für die Süßen.

Die Sängerinnen und Sänger vom Vokalensemble Dattenhausen nahmen die Zuhörer mit an diesen Abend auf einen musikalischen Streifzug von Südafrika über Irland bis hinauf nach Norwegen. „Alles Geld, das ich jemals hatte, habe ich in guter Gesellschaft ausgegeben“, übersetzte Chorleiter Josef Gschwind eine Textstelle des traditionellen irischen Songs „The parting glass“. Und schon bei den ersten Strophen war sie zu spüren, diese Melancholie, die sich einstellt, wenn man spätabends etwas zu tief ins (Guinness-)Glas geschaut hat. Viel ausgelassener war da gleich die Stimmung bei „La Paloma“. Die Herren legten sich dabei so richtig ins Zeug, um den Damen ihre Zuneigung zu zeigen. Ein Highlight des Abends, bei dem die Besucher nicht nur von den erstklassigen Gesangeskünsten, sondern auch von den humorvollen Schauspielkünsten der Schwabener überzeugt wurden.

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Doch auch die Gastgeber hatten noch einige „Schmankerl“ im Gepäck. Sowohl mit Evergreens wie „Can´t help falling in love“ oder „Ob-La-Di, Ob-La-Da“ als auch „Yakanaka Vhangeri“, ein traditionelles Stück aus Südafrika, warteten die Sängerinnen und Sänger auf. Bei „Viva la musica“ holte Chorleiter Josef Weihmayr sogar die Zuschauer selbst mit ins Boot. Im Kanon tönte der Refrain durch die Reihen – ein wahres Klangfeuerwerk!

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Die Walpertskirchner Saitenmusi ist noch eine recht junge Musikergruppe, denn erst seit kurzem machen Nicole und Sandra Heller, Maria und Anna Kellner sowie Jakob Deutinger zusammen Musik. Doch schon heute sind sie ein echter Geheimtipp! An der Zither, am Hackbrett, an der Gitarre und an der Geige zeigten „da Jakob und seine Mädels“, dass auch die heutige Jugend etwas von Tradition und Volkstümlichkeit versteht. Von A wie „Mühlviertler Arie“ bis Z wie „D´Zimmerleit-Polka“ ließen sie die Saiten erklingen und die Zuhörer gedanklich im heimeligen „Stubn-Flair“ schwelgen.

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Doch eine wichtige Frage ist an dieser Stelle noch zu klären: Wie kam es eigentlich zu dieser „Schwaben-Connection“ beim Muttertags-Konzert? Josef Weihmayr hatte sofort eine Antwort parat: „Seit meinem 13. Lebensjahr war ich eine lange Zeit Sänger im Dattenhausener Chor. Bis mich die Liebe dann nach Bockhorn verschlagen hat...“. Und weil diese „Schwaben-Connection“ so gut ankam versprach Josef Gschwind: „Das Vokalensemble Dattenhausen ist bestimmt nicht zum letzten Mal hier im Landkreis Erding!“ Mit dem irischen Stück „An Irish Blessing“ verabschiedeten sich die Sängerinnen und Sänger der beiden Chöre gemeinsam vom Publikum. Und leider ist es so, auch die schönsten Konzerte gehen einmal zu Ende. Oder wie der Schwabe sagen würde: „An dr Kirbe wirds au Nachd!“

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Freute sich über den erfolgreichen Konzert-Abend: Vorsitzender Werner Fleschütz.

Für Sie berichtete Christine Hofer.

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