Nachbarschaftshilfe Oberding/Eitting kämpft um ihre Zukunft

Kategorie: Aktuelles

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Mit Herz, Organisationstalent und viel Engagement: Das Team der Nachbarschaftshilfe Oberding/Eitting. v.l. Angelika Hiesgen (1. Vorständin), Gertraud Danzer (Mitglieder- und Kassenverwaltung) und Franziska Westermair (Schriftführerin). Nicht auf dem Foto: Brigitte Meiforth (2. Vorständin)

Die Nachbarschaftshilfe Oberding/Eitting e.V. steht an einem Wendepunkt. Nach intensiven Gesprächen und Überlegungen hat sich der Vorstand entschieden, die Arbeit nicht vorschnell aufzugeben – wohl aber grundlegend zu überdenken. Bei der Jahreshauptversammlung im April soll gemeinsam beraten werden, wie es weitergehen kann.

Seit vielen Jahren ist die Nachbarschaftshilfe eine feste Größe im sozialen Leben der Gemeinden. Sie organisiert Hilfen im Alltag, unterstützt ältere und hilfsbedürftige Menschen und bietet mit ihren Spielgruppen wichtige Begegnungsräume für junge Familien. Doch die personelle Situation hat sich in den vergangenen Monaten weiter zugespitzt.

Die Zahl der aktiven Helferinnen und Helfer ist inzwischen auf wenige Schultern geschrumpft. Viele der Engagierten sind seit Jahren im Einsatz und selbst in einem Alter, in dem ehrenamtliches Engagement nicht mehr selbstverständlich ist. Gleichzeitig konnten trotz vielfältiger Bemühungen kaum neue Mitstreiter gewonnen werden. Aufrufe in lokalen Medien, Gespräche bei Seniorentreffen, Kontakte zu kirchlichen und sozialen Einrichtungen sowie die gezielte Ansprache im Rahmen kommunalpolitischer Veranstaltungen blieben weitgehend ohne Resonanz.

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Auch im Vorstand stehen Veränderungen an. Mehrere zentrale Funktionen müssen neu besetzt werden. Ohne ausreichend engagierte Personen ist eine Weiterführung in der bisherigen Form nicht möglich. Diese Erkenntnis ist für die Verantwortlichen ein schmerzhafter Prozess, zumal immer wieder deutlich wird, wie sehr die Angebote gebraucht werden.

Besonders spürbar ist die Situation im Bereich der Kinderbetreuung. Das „Spatzennest“, eine über Jahre etablierte Kleinkindgruppe, konnte bereits seit letztem Sommer nicht mehr fortgeführt werden, da eine Leitung fehlt. Gleichzeitig gehen weiterhin Anfragen nach Betreuungsplätzen ein. Die gut laufenden Spielgruppen in Oberding und Eitting sollen nach Möglichkeit erhalten bleiben.

Sollte die Nachbarschaftshilfe ihre Arbeit einstellen müssen, hätte dies konkrete Auswirkungen: Unterstützungsangebote im Alltag würden wegfallen – insbesondere für Menschen, die sich alternative Dienstleistungen nicht leisten können. Darüber hinaus ginge mit dem Verein eine der wenigen Organisationen verloren, die sich schwerpunktmäßig sozialen Belangen in den Gemeinden widmet.

Der Vorstand hat sich daher bewusst gegen eine sofortige Auflösung entschieden. Stattdessen soll geprüft werden, wie Strukturen verschlankt, Angebote angepasst und neue Wege der Organisation gefunden werden können. Denkbar sind veränderte Formen der Einsatzkoordination, eine stärkere Fokussierung auf einzelne Projekte oder auch neue Ideen, die unter dem Dach der Nachbarschaftshilfe entstehen.

Gesucht werden Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, organisatorische Aufgaben mitzutragen oder Hilfseinsätze – auch tagsüber – zu koordinieren. Ebenso willkommen sind kreative Impulse, um die Arbeit zukunftsfähig auszurichten.

Angelika Hiesgen, 1. Vorständin der Nachbarschaftshilfe

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Ob dieser Neuanfang gelingt, hängt maßgeblich vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger ab. „Gesucht werden Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, organisatorische Aufgaben mitzutragen oder Hilfseinsätze – auch tagsüber – zu koordinieren. Ebenso willkommen sind kreative Impulse, um die Arbeit zukunftsfähig auszurichten“, so Angelika Hiesgen, 1. Vorständin der Nachbarschaftshilfe.

Die Jahreshauptversammlung bietet die Gelegenheit, sich zu informieren, mitzudiskutieren und mitzuentscheiden. Dort wird sich zeigen, ob genügend Unterstützung zusammenkommt, um die Nachbarschaftshilfe in veränderter Form weiterzuführen – oder ob ein langjähriges Kapitel des sozialen Engagements in Oberding und Eitting endet.

Die Zukunft der Nachbarschaftshilfe liegt damit nicht allein in den Händen des Vorstands, sondern in der Verantwortung der gesamten Gemeinschaft.

Für Sie berichtete Kate Eigner.

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