Der ganze Verein freute sich mit ihm: Der amtierende Zweite Vorstand Günther Denzinger wurde für sein herausragendes Engagement über Jahrzehnte als vorzeitiges Ehrenmitglied gewürdigt
Rückblick, Ausblick und eine besondere Auszeichnung
Seit Jahrzehnten weiß jedes Mitglied des FC Schwaig, dass die Jahreshauptversammlung traditionell am Dreikönigstag, also am 06. Januar, stattfindet. Selbstverständlich war das auch heuer nicht anders, und so fanden sich knapp 90 Mitglieder im Schwaiger Sportheim ein, um den Berichten der Clubführung über die Entwicklung ihres Vereins zu lauschen. Robert Jell, seines Zeichens Erster Vorstand, begrüßte zuerst die Ehrenmitglieder, die stellvertretende BLSV-Kreisvorsitzende Iva-Natalie Hirth, Bürgermeister Bernhard Mücke, die beiden Sportreferenten Georg Ascher und Georg Stemmer sowie alle restlichen anwesenden Gemeinderäte und sämtliche Mitglieder.
Direkt im Anschluss daran gedachte man der verstorbenen Mitglieder des Clubs, namentlich waren dies im Jahr 2025 Gerhard Niklaus, Josefine Hellinger und Simon Riexinger.
Dann übergab Jell das Wort an Rebecca Wirl, die junge Dame war erst vor einem Jahr zur neuen Schriftführerin gewählt worden und durfte somit ihren Premierenbericht vortragen. Sie hielt sich recht kurz, sprach über einige der Highlights im Verein (Aufstiege, Klassenerhalte, usw.), erklärte, dass die monatlichen Vorstandssitzungen inzwischen als Hybridsitzungen, also mit Präsenz- und Onlinebeteiligung, abgehalten werden würden und bedankte sich anschließend noch für das Vertrauen und die Unterstützung. Auf Rebecca Wirl folgte Schatzmeisterin Anja Hausler, die in ihrem Vortrag speziell die drei großen Bauvorhaben des vergangenen und des aktuellen Jahres ansprach. So erfuhren die Mitglieder, dass das Projekt Kunstrasenplatz nach nur 8 Monaten und mit verursachten Kosten in Höhe von 1,07 Mio. Euro erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Auf dem Baukonto wäre aktuell noch ein Restguthaben von ca. 700 Euro verblieben. Fast fertig sind lt. Anja Hausler die Maßnahmen an der Stockschützenhalle, hier hätte der Verein rund 10 Prozent als Eigenleistung erbracht, der Rest wäre durch Zuschüsse seitens der Gemeinde finanziert worden. Außerdem stünde noch eine Förderung durch den Bayerischen Landessportverband (BLSV) in Höhe von 20 Prozent aus. Bei Projekt Nummer drei handelte es sich um die neue Flutlichtanlage, an deren Realisierung man seit 2024 arbeite und die voraussichtlich im Sommer 2026 nun umgesetzt werden könne. Als die Kassenverantwortliche dann noch auf das Volumen des Sponsorings des gesamten Vereins zu sprechen kam, waren die anwesenden Mitglieder allesamt sichtlich beeindruckt: Durch Bandenwerbung, Folierungswerbung auf dem Bus der Firma Scharf, sämtliche Firmenbanner rund um das Sportgelände sowie mehrere Hauptsponsoren konnten insgesamt an die 200.000,- Euro umgesetzt werden. Ein extrem hoher Betrag, der freilich v.a. auf die gute Arbeit im Verein zurückzuführen ist. Diese bestätigte auch Kassenprüferin Monika Mann, die keinerlei Beanstandungen an der Buchführung von Anja Hausler vorzubringen hatte.

Es folgte der Bericht der Baseballer der Red Lions, für den sich Abteilungsleiter Rainer Singvogel verantwortlich zeichnete. Er sprach zuerst über das gesellschaftliche Highlight des vergangenen Jahres, nämlich die Feier zum 20jährigen Bestehen der Red Lions als Abteilung unter dem Dach des Sportvereins FC Schwaig. Singvogel zeigt sich „stolz auf das, was geschafft wurde“, und auch wenn es ruhig etwas mehr Gäste hätten sein dürfen, so habe man doch alles in allem richtig „viel Spaß gehabt“. Er bedankte sich bei allen Unterstützern des Events, speziell hervor hob Singvogel dabei die fleißigen Aufbauhelfer vom Moosmotor Schwaig sowie die Gemeinde, die das Zelt kostenfrei zur Verfügung gestellt hatte, hervor. Dann kam der Vorstand auf das Sportliche zu sprechen, wobei hier mit dem Klassenerhalt der 1. Mannschaft in der Zweiten Baseball-Bundesliga sowie dem Aufstieg der 2. Mannschaft in die Bayernliga große Erfolge gefeiert werden konnten. Rainer Singvogel berichtete, dass ein neuer Coach für die Erste verpflichtet wurde, Spielertrainer Esahu Tejada habe sich als die erhoffte Verstärkung erwiesen. Ein weiterer Beleg für die tolle Arbeit der Red Lions war, dass die 1. Mannschaft ganz aktuell den Ampercup in Allershausen gewonnen hatte, was gleichbedeutend mit dem Titel des Bayerischen Meisters ist. Singvogel nutzte die Gelegenheit noch, um sich bei zwei verdienten Helfern zu bedanken, die nun ihr Amt abgaben: Martin Hillebrand und Marco Kalek haben sich beide über 17 Jahre lang ehrenamtlich als Coaches engagiert, wofür es viel Applaus gab. Schließlich bedankte sich Rainer Singvogel noch bei der Gemeinde, bei allen Helfern, bei den Sponsoren und bei sämtlichen Vorstandskollegen für die perfekte Zusammenarbeit, die noch immer „super viel Spaß“ mache. Anschließend übergab er das Wort an Nils Wölken, den Abteilungsleiter der Sparte „Gym & Fit“. Wölken berichtete, dass im Dezember die internen Wahlen stattgefunden hätten und er selbst und seine Stellvertreterin Ionna Biewer der Abteilung weiter vorstehen würden. Insgesamt käme die Gymnastikabteilung auf rund 150 Erwachsene und ca. 70 Kinder, was zeige, wie sehr diese Form von Sportangebot inzwischen an Bedeutung gewonnen habe.
„Und denkt bitte daran, dass Ihr auch den Schiris gegenüber fair bleibt.“
Vereinsvorstand Robert Jell, der den erkrankten Schiedsrichterabteilungsleiter Julian Schaub vertreten durfte
und diese Botschaft in seinem Namen aussprach
Danach durfte Hermann Schmid als stellvertretender Vorstand der Abteilung Stockschützen vor das Rednerpult treten. Schmid sprach von einem „besonderen Jahr“ für seine Stockschützen und meinte damit, dass der lang ersehnte Umbau der Halle inzwischen so gut wie abgeschlossen werden konnte. Er hob die tolle Hilfsbereitschaft und den Fleiß bei den Arbeitseinsätzen hervor, außerdem zeigte sich Hermann Schmid sehr dankbar für die Nachbarschaftshilfe seitens der Oberdinger. Diese hatten die Schwaiger während der Monate des Umbaus netterweise auf ihrem Gelände trainieren lassen. Schmid, der in seinen vielen Jahren schon sämtliche Ämter im Verein bekleidet hatte, verriet noch ein paar Fakten zum Umbau, etwa, dass die Zusage für die finanziellen Mittel im Dezember 2024 erfolgt war und es im Mai vergangenen Jahres dann losging. Eine Besonderheit lag lt. Schmid darin, dass man sich mit den Stockschützen aus Wartenberg darauf geeinigt hatte, dass diese das alte Pflaster bekommen, im Gegenzug aber beim Abbau helfen und in Eigenregie für den Abtransport der rund 650 qm Pflaster sorgen sollten. Dies habe super geklappt und so konnte man Entsorgungskosten von etwa 20.000 Euro einsparen. Hermann Schmid zeigte sich stolz, dass das Engagement bei den anschließenden Pflasterarbeiten extrem hoch gewesen sei, bis zu 20 Helfer seien teilweise parallel am Arbeiten gewesen, den hohen Frauenanteil an der körperlich anstrengend Arbeit würdigten die Anwesenden mit einem Extraapplaus. Nachdem einem kurzen Einspieler mit Impressionen des Umbaus bedankte sich Hermann Schmid noch bei sämtlichen Helfern und Unterstützern, u.a. auch bei seiner Frau Angelika. Diese hatte in den Monaten davor außergewöhnlich viel auf ihn verzichten müssen, was daran lag, dass ihr eigentlich pensionierter Gatte durchgehend auf dem Sportgelände am Arbeiten war, aber das erwähnte der ebenso bescheidene, wie fleißige Hermann Schmid nicht.
In Vertretung des kranken Schiedsrichterobmanns Julian Schaub sprach Vorstand Jell kurz über die Referees im Club. Insgesamt verfüge der FC Schwaig über 16 aktive Schiedsrichter, die im vergangenen Jahr mehr als 380 Spiele geleitet hatten. Damit läge man landkreisweit auf Platz 1 bei der Anzahl der geleiteten Spiele.
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Dieser erscheint am Freitag, den 16. Januar 2026
Für Sie berichtete Robert Hellinger.













