Ein bayerischer Maibaum für den Vatikan

Kategorie: Aktuelles

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Päpstlicher Segen für das Fahnenband

Unvergessliche Tage für die Delegation aus Schwaig

Wie die ganze Geschichte begann, ist bekannt. Ein kurzer Rückblick: Kardinal Reinhard Marx stiftete einen Maibaum für das Begegnungszentrum Casa Santa Maria della Baviere in Rom. Der Moosmotor Schwaig wurde angefragt, ein entsprechender Baum wurde im Kirchenholz gefällt, hergerichtet und bewacht, um dann in Rom aufgestellt zu werden.

Die Inninger Maibaumräuber dachten, sie machen den Fang ihres Lebens, erwischten jedoch lediglich den „Testbaum“, mit dem die Proportionen sowie der Zeitbedarf unter erschwerten Bedingungen ermittelt werden sollte. Als Auslöse durften die Inninger den Baum behalten und luden dafür den Moosmotor zum Rollbratenessen ein.

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Auf der Reise nach Süden fiel der echte Baum zwar ebenfalls unter die Räuber, aber Berichten zufolge wollten die Mitglieder des Trachtenvereins „Alpenrose“ Nussdorf mit einem Film über den Raub des „begehrtesten Maibaums Bayern“ für ihr Gaufest werben. Beim Moosmotor war man allerdings der Meinung, dass man in diesem Fall nicht von einem Maibaumdiebstahl sprechen kann, denn offensichtlich waren Mitglieder des Vereins bei der Spedition beschäftigt und nutzen ihr Insiderwissen.

Aufregende Tage in Rom
Rund 50 Schwaiger Bürgerinnen und Bürger (Vorstandschaft und Mitglieder des Moosmotor, die beiden Bürgermeister Bernhard Mücke und Franz Schweiger sowie Pater Thomas) machten sich in der zweiten Maiwoche auf den Weg nach Rom. Bereits am nächsten Tag startete für sie ein umfangreiches Programm, das mit zwei Führungen begann, zum einen ging es um das Leben der Deutschen in Rom, ein Highlight war dabei der Besuch des Friedhofs der Deutschen im Vatikanstaat, der „Campo Santo Teutonico“. Am Nachmittag folgte eine Führung im Petersdom.

Am Abend nahmen die Schwaiger gemeinsam mit der Delegation der Augustiner-Brauerei München an einer ganz besonderen Wallfahrtsmesse teil, die direkt am Petrusgrab stattfand, wo normalerweise nur Päpste Gottesdienste zelebrieren. Kardinal Reinhard Marx hielt die Messe, seine Predigt war geerdet, menschlich und zeitgemäß. Unterstützt wurde er von Pater Thomas, musikalisch begleitet wurde die Feier von den Perlseer Sängerinnen. Es war ein Gänsehauterlebnis und sehr bewegend für alle, an diesem besonderen und heiligen Ort zwischen den Gräbern der Päpste dabei zu sein.

Beim anschließenden gemeinsamen Abendessen mit dem Kardinal, den Stiftungsräten des Begegnungszentrum sowie der Reisegruppe der Augustiner Brauerei im Restaurant „Da Romolo“ ging es gemütlich zu. Kardinal Marx unterhielt sich mit den einzelnen Gruppen, die Stimmung war bestens und das Gemeinschaftsgefühl spürbar.

Der Maibaum wird aufgestellt
Der Samstag stand ganz im Zeichen des Maibaums. Vorbereitungen für die Maiandacht, das Aufstellen des Baums und das anschließende bayrische Abendessen wurden getroffen, tatkräftig unterstützt von den Mitgliedern des Moosmotor.

Bei der Maiandacht waren rund 250 geladene Gäste anwesend, darunter Kardinal Marx, Stiftungsräte, Staatsminister Florian Herrmann, Vertreter des Vatikans, die oberen Führungskräfte und Gesellschafter der Augustiner Brauerei, bekannte Persönlichkeiten der Bayrischen Volksmusik und TV-Darsteller. Musikalisch begleitet wurde die Maiandacht vom „Augustiner Blech“, Musikanten der Riederinger, der Tegernseer Tanzmusik und den Perlseer Sängerinnen.

Der Baum wurde traditionsgemäß mit Schwalben aufgestellt. 20 Burschen vom Moosmotor ließen ihre Muskeln spielen und nach 25 Minuten stand der Maibaum aufrecht und frei, begleitet vom begeisterten Beifall aller Anwesenden. Gefeiert wurde danach bis in die Abendstunden mit bayrischem Essen, Holzfassbier der Augustiner Brauerei und bayrischer Musik

„Jede Mühe und jede einzelne Sekunde, die dieses anspruchsvolle Projekt gekostet hat, hat sich gelohnt“ sagt Michael Miesbauer rückblickend, „wenn man sieht, was dieser Maibaum mit der Gemeinschaft gemacht hat, es entstand ein noch nie dagewesenes Zusammengehörigkeitsgefühl, das wir so schnell nicht mehr loslassen werden!“

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Die Moosmotor-Reisegruppe und Kardinal Reinhard Marx

Generalaudienz bei Papst Leo XIV.
Im Rahmen dieser Reise gab es ein weiteres Highlight, das sicher keiner, der dabei war, jemals vergessen wird.

Bereits am 6. Mai reisten Vorstandschaft sowie 1. und 3. Bürgermeister nach Rom, um an der Generalaudienz am Mittwoch teilnehmen zu können. Dabei durfte die kleine Schwaiger Reisegruppe Papst Leo XIV. persönlich treffen. Bürgermeister Bernhard Mücke überreichte ihm stellvertretend für die Gemeinde in einem Korb ein selbstgebackenes Brot, eingehüllt in ein Tuch mit dem Gemeindewappen. Der Heilige Vater segnete das Fahnenband, das Christoph Schmid, stellv. Vorstand vom Moosmotor und Fahnenpatron der neuen Vereinsstandarte, mitgebracht hatte. Es wurde für die neue Standarte angefertigt und zeigt die Patrona Bavaria und das Wappen von Papst Leo.

Dass das außergewöhnliche Projekt „Maibaum für Rom“ durchgeführt werden konnte, ist auch einer Reihe von Unterstützern zu verdanken. Ein besonderer Dank geht deshalb an die Schreinerei Hans Thalhammer, Huber Technik Erding, Statikbüro Ostermair & Pollich, die FF Schwaig und Maurermeister Daniel Adelsberger.

15-jähriges Gründungsfest am 20. und 21. Juni
Nicht nur das vom Papst gesegnete Fahnenband, sondern auch das gute Gefühl des Zusammenhalts und der Gemeinschaft werden zum nächsten großen Ereignis in der Geschichte des Vereins beitragen. Am Festwochenende 20./21. Juni wird im Heiglhof mit einem hochkarätigen Programm für alle Altersgruppen das 15-jährige Gründungsfest des Moosmotor e.V. gefeiert.

Bereits am Freitagnachmittag werden Senioren und Seniorinnen der Gemeinde Oberding am Heiglhof bewirtet.

Samstag ist Partysamstag. Der Moosmotor bekam gegen viele Bewerber den Zuschlag für das Topformat „Bayern1 Disco mit der BY1 Band und DJ Andi Weindl“. Voraussichtlich wird es an diesem Abend auch Public Viewing des WM-Gruppenspiels Deutschland/Elfenbeinküste geben.

Der Festsonntag beginnt mit einem Festgottesdienst mit Fahnenweihe der neuen Vereinsstandarte in der Schwaiger Kirche St. Korbinian, gehalten von Weihbischof Wolfgang Bischof, anschließend geht mit der Blaskapelle Moosinning im Festzug zum Heiglhof.

Bei Mittagstisch, Kaffee und Kuchen ist gemütliches Beisammensein angesagt. Für die jüngsten Teilnehmer gibt es ein tolles Kinderprogramm, gesponsert von Daniel Adelsberger, mit Hüpfburg und riesigem Sandkasten, wo eifrige Goldgräber kleine und auch ein paar große Schätze ausbuddeln können.

Ein großer Dank geht an die Sponsoren und Partner beim Festsonntag:  ERDINGER, Maurermeister Daniel Adelsberger, ATOMIS Hotels, Ascher Catering, Versicherungsbüro Maier und Künstner, Versicherungskammer Bayern.

Für Sie berichtete Maria Schultz.
Fotos: OKU

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