Die Vereine ehren die neue Fahne mit dem traditionellen Fahnengruß.
Tradition bewahren, Brauchtum pflegen, Gemeinschaft fördern
Am 21. Mai feierte der Moosmotor e.V. mit einem großen Fest für alle Generationen sein15-jähriges Bestehen.
Der Verein
Am 25. Mai 2011 trafen sich neun Personen im Vereinsheim des FC Schwaig, um einen Verein zu gründen. Ziel sollte es sein, Dorfgemeinschaft und Kultur im Ort zu fördern und zu erhalten, Traditionen zu bewahren und das Brauchtum zu pflegen. Der Name „Moosmotor“ sollte darauf hinweisen, dass der Verein ein Motor sein soll, diese Ziele umzusetzen und voranzutreiben. Heute kann der Verein stolze 175 Mitglieder zählen. Als die Gemeinde Oberding den Ortsvereinen den Heiglhof zur Verfügung stellte, bekam der Moosmotor endlich eine Heimat. Seit 2023 richteten die Mitglieder den Hof her, so dass er mittlerweile für unterschiedliche Zwecke genutzt werden kann. 2022 wurde damit begonnen, Kinder und Jugendliche verstärkt einzubeziehen und Fachleute/Pädagogen übernahmen die Aufgabe, der Vereinsjugend ein Forum zu bieten. Inzwischen haben die Mooskidz nicht nur einen eigenen Raum im Heiglhof, sondern beteiligen sich mit Kreativität und großem Engagement an vielen Veranstaltungen.
Was ist los beim Verein?
Regelmäßig gibt es Veranstaltungen an Weihnachten und zum Jahresauftakt sowie einen Silvesterlauf. Beim Schafkopfturnier wird um einen Wanderpokal gespielt. Auch beim Ferienprogramm der Gemeinde beteiligt sich der Verein mit verschiedenen Angeboten. Es gibt Vereinsausflüge und Kooperationen mit den Schützenvereinen, Torfstechen, Bürgerfest sowie jährlich ein Lampionfest werden organisiert. Zur Kirchweih auf dem Heiglhof kommen Gäste aus nah und fern. Mitten in die Vorbereitungen für die Jubiläumsfeierlichkeiten fiel der Wunsch von Kardinal Reinhard Marx, ob der Moosmotor nicht für einen Maibaum für den Garten des Begegnungszentrums Casa Santa Maria della Baviere in Rom sorgen könnte. Die aufregende Geschichte über den Diebstahl des „Römerbaums“ und die Reise der Delegation nach Rom ist wohlbekannt. Ehe der Baum dann im Rahmen einer Maiandacht aufgestellt wurde, hatten die Gäste aus Schwaig sogar die Gelegenheit zu einer Begegnung mit Papst Leo XIV., der das mitgebrachte Fahnenband segnete.
Das Jubiläum – die Disco am 20. Juni
Alles war bereit für die Bayern1- Disco, die der Moosmotor für diesen Samstagabend nach Schwaig holen konnte. Die Bayern1 Band und DJ Andi Weindl rockten das große Zelt im Innenhof und rund 800 Gäste genossen die Party. „Eine große feiernde Menschenmenge, alles war total friedlich und harmonisch“, so das Fazit von Vorstand Michael Miesbauer. Es war ein langer Abend, erst um 3 Uhr war das offizielle Ende. Dank Publik Viewing mussten die Fußball-Fans nicht verzichten und konnten beim Spiel der deutschen Mannschaft gegen die Elfenbeinküste live mitfiebern.
Das Jubiläum – der Festsonntag am 21. Juni
Am Festsonntag fand in der Kirche St. Korbinian der feierliche Jubiläums-Gottesdienst statt. In seiner Predigt fand Weihbischof Wolfgang Bischof eindrucksvolle Worte: „Der Moosmotor bietet Heimat, Geschichte und Gemeinschaft. Ein Motor bringt etwas in Bewegung, hier sind Menschen, die nicht lange fragen, sondern einfach hinlangen.“ Er ging dabei auch auf die Bedeutung der Fahne ein: „Sie bedeutet, wir sind sichtbar, wir stehen für etwas ein. Sie wird bei Festen und Abschieden getragen, im Leichten und im Schweren.“ Im Anschluss an den Gottesdienst segnete er die neue Fahne des Vereins, die, mit Blumen bekränzt, auf den Altarstufen lag. In einem großen Festzug, angeführt von der Blaskapelle Moosinning, marschierten die 20 Gastvereine mit 14 Fahnen sowie viele weitere Gäste von der Kirche zum Heiglhof. Viel Beifall gab es für die kräftigen Fahnenschwenker, die sich vor der Bühne zum traditionellen Fahnengruß einfanden. So ein Fest kann nicht ohne Sponsoren stattfinden und deshalb bedankte sich der 1. Vorstand Michael Miesbauer herzlich bei allen Sponsoren und Unterstützern. Der 1. Bürgermeister und Schirmherr Bernhard Mücke lobte den Verein: „Wo eine verrückte Idee auftaucht, ist der Moosmotor zur Stelle“ und weiter: „das Jubiläum soll daran erinnern, was geschehen kann, wenn Menschen zusammenhalten.“ Bernhard Mücke beschrieb den Verein als eine gelungene Verbindung von Tradition, Tatkraft, Ehrenamt und Humor und rief Vorstand und Mitgliedern zu: „Darauf könnt ihr stolz sein!“ Bereits Tage vorher sah man auf dem Gelände einen riesigen Sandhaufen. Die MoosKidz hatten sich damit etwas ausgedacht. Selbstbewusst und ohne Scheu vor dem Mikrofon erklärten drei Mädels Ablauf und Regeln der Schatzsuche im Sand, bei der es zahlreiche kleine und größere Schätze (Preise) zu finden gab. Mit dem gemeinsamen Mittagessen, Kaffee und Kuchen ging das Festwochenende allmählich zu Ende. Es war ein Meilenstein nicht nur in der Geschichte des Vereins, sondern auch in der des Ortes. Das dies vielen bewusst war, zeigte sich auch daran, dass nach dem Fest die Mitgliederzahl beim Moosmotor deutlich nach oben ging.
Für Sie berichtete Maria Schultz.



































