Gemeinde unterstützt auch zukünftig das Hallenwintertraining der Tennisjugend
In der Gemeinderatssitzung vom 02. Dezember 2025 fehlten mit Hans Wachinger und Christian Kaiser zwei der Räte entschuldigt, beschlussfähig war das Gremium freilich trotzdem. Und bei der ersten Entscheidung gab es auch keine große Diskussion, der Tennisclub Oberding hatte beantragt, den Zuschuss für das Hallenwintertraining für den Nachwuchs zu erhöhen. Bereits drei Jahre zuvor hatte der Gemeinderat abgesegnet, dass die Kosten dafür übernommen werden, damals hatte man sich auf eine Summe von 8.000,- Euro jährlich geeinigt. Da sich lt. TCO aber inzwischen sowohl die Mietpreise der externen Hallen, als auch die Anzahl der Kinder im Verein erhöht hätten, bat der Verein nun um eine Aufstockung des Betrags auf insgesamt 10.000,- Euro. Bürgermeister Bernhard Mücke befürwortete dies mit der Begründung, dass die Kapazität der gemeindeeigenen Sporthallen bereits komplett ausgelastet sei, hinzukomme, dass sich der Belag als für den Tennisbetrieb nicht ideal erwiesen habe. Der Gemeinderat folgte seinen Aussagen und sprach sich dementsprechend einstimmig für die Zuschusserhöhung aus.
Auch beim nächsten Tagesordnungspunkt ging es um eine Kostenübernahme, dieses Mal hatte der Schwaiger Moosmotor e.V. den Antrag gestellt, damit er die Sanierung des Heiglhofgeländes weiter vorantreiben könne. Der Club, der im Juni 2026 sein 15jähriges Bestehen mit einer Fahnenweihe feiern möchte, plant, verschiedene Restaurierungsmaßnahmen durchzuführen, u.a. die Ausbesserung der Risse in den Außenwänden sowie eine grundsätzliche Verschönerung der Fassaden der hauptsächlich genutzten Gebäudeteile. Dazu kommen noch Kosten für die Erfüllung eines Sicherheitskonzepts für die anstehenden Jubiläumsfeierlichkeiten. Zunächst sei hier die Umgestaltung der großen Lagerhalle geplant, der vorhandene Holzboden soll durch ein Pflaster ersetzt und diverse Einbauten wie Fahrsilo und Garage entfernt werden. Hauptgrund dafür ist, dass der bisherige Holzbelag inzwischen sehr schlecht und somit mit Maschinen nur unzureichend befahrbar sei. Der Moosmotor habe vor, die Kosten für den Austausch möglichst gering zu halten, indem der Verein viel Eigenleistung erbringen und gebrauchte, kostengünstige Pflastersteine verwenden wolle. Sollte es gelingen, die Arbeiten bis zum Juni abzuschließen, könne man beim anstehenden Event die Lagerhalle bzw. der Durchfahrt zur Straße hin gleich als Fluchtweg nutzen. Dies sei aufgrund des engen Zeitfensters durchaus „eine Herausforderung“, wie das Gemeindeoberhaupt zu Bedenken gab, jedoch hob Mücke auch hervor, dass der Heiglhof schon jetzt sehr viel genutzt werde und die geplanten Maßnahmen eine echte Aufwertung des Geländes darstellen würden. Daher seine Empfehlung an seine Kollegen im Gemeinderat: „Das sollten wir machen“. Die angesprochenen Räte sahen es genauso und so darf sich der Schwaiger Moosmotor über einen Zuschuss von 30.000,- Euro für die Sanierung der Lagerhalle sowie einen in den Haushalt eingestellten Betrag von knapp 80.000,- Euro für die allgemeine Aufbereitung des Geländes freuen.
Als Bürgermeister Bernhard Mücke die Sitzung vom Dienstag, den 16.12.2025 eröffnete, hatte er gleich eine sehr traurige Nachricht zu verkünden: Der bis zuletzt aktive Aufkirchner Gemeinderat Hans Wachinger war wenige Tage zuvor nach schwerer Krankheit verstorben. Ihm zu Ehren erhoben sich alle Anwesenden für eine Gedenkminute, erst danach ging Mücke zur üblichen Tagesordnung über.
Los ging´s mit einem Anliegen der Nachbargemeinde Eitting, die Unterlagen für ihre eigene Bauleitplanung zur Abgabe einer Stellungnahme vorgelegt hatte. Speziell ging es dabei um den Neubau eines Trockensortimentslagers, welches die REWE Group an ihren Standort nördlich der ED 19 plant. Da die Interessen der Gemeinde Oberding durch diese Bauleitplanung nicht berührt werden, hatte der Gemeinderat keine Einwände und verzichtete gleichzeitig auf eine weitere Verfahrensbeteiligung.
Im nächsten Tagesordnungspunkt ging es um einen Antrag des FC Schwaig, der im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung einige Änderungen und Umbauten für das vereinseigene Sportgelände vorantreiben möchte. Konkret geht es dabei um folgende Maßnahmen:
a) Die Outfieldumzäunung der Baseballer der Red Lions, welche für den Spielbetrieb in der 2. Baseball-Bundesliga, in der die 1. Mannschaft der Red Lions seit zwei Jahren antritt, zwingend vorgeschrieben ist. Außerdem diene der neue Zaun aus verzinkten Doppelgittermatten einer deutlichen Erhöhung der Sicherheit für die angrenzende Straße und den Radweg. Kalkulierter Kostenrahmen: ca. 45.000,- Euro
b) Einen Austausch der Flutlichtanlage am Hauptfußballplatz, denn auch hier erfüllt die derzeitige Anlage nicht die Anforderungen, die für eine Teilnahme am Spielbetrieb in der Bayernliga verlangt werden. Schon mit dem Aufstieg in die Landesliga hätte die Helligkeit der vorhandenen Strahler formal nicht mehr ausgereicht, bislang hätte es aber wohl noch keine Einsprüche von Gegnern bzw. Strafmaßnahmen seitens des Bayerischen Fußballverbands gegeben. Damit sich dies nicht ändert, wolle man von Vereinsseite nun die vorhandene Flutlichtanlage ersetzen. Die abgebauten Strahler sollen aber weiter genutzt werden und zukünftig das 9/9-Jugendspielfeld beleuchten. Der Vorstand der Sportfreunde geht hier von Kosten in Höhe von knapp 60.000,- Euro aus.
c) Die Installation einer neuen LED-Anzeigetafel, welche gleichzeitig auch über eine Videofunktion verfügt. Die bisherige Anzeigentafel soll dafür am neuen Kunstrasenplatz aufgestellt und damit weiterhin genutzt werden.
d) Die Verbesserung der Zufahrt für die Rasenpflegegeräte, welche durch die Verlegung von Rasengittersteinen erreicht werden soll. Angedacht ist die dies für die Fläche zwischen Spielplatz und Stockschützenhalle, so dass der Hauptplatz in Zukunft mit allen Geräten direkt angefahren werden kann.
e) Die Erweiterung der Ersatzspielerbänke am Hauptplatz, da die bisherige Ausstattung nicht mehr den gestiegenen Anforderungen des Spielbetriebs entsprechen
würde.
Bürgermeister Bernhard Mücke schätzte sämtlich Punkte des Antrags der Sportfreunde als durchwegs „sinnvolle Maßnahmen“ ein, zumal der FC Schwaig spätestens seit seinem Aufstieg in die Bayernliga als spielhöchster Club im Landkreis ein echtes „Aushängeschild für die Gemeinde Oberding“ sei. Außerdem hob das Gemeindeoberhaupt hervor, dass die Schwaiger beim Bau des neuen Kunstrasenplatzes wenige Monate zuvor durch die eigene Übernahme der Bauplanung eine hohe Summe eingespart hätten, er gehe davon aus, dass bei Beauftragung eines externen Planungsbüros für die Gemeinde Kosten in Höhe von rund 120.000,- Euro angefallen wären. Diese Einsparung würde seiner Meinung nach den jetzigen Antrag zusätzlich stützen. Gemeinderätin Agnes Pointner stimmte dem zu und hob zudem hervor, dass sie es gut fände, dass lt. dem Antrag vorgesehen sei, auch alte Gerätschaften (Flutlicht, Anzeigetafel) nicht zu entsorgen, sondern sie an anderer Stelle weiterzuverwenden, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. Die restlichen Ratsmitglieder sahen dies ähnlich und so durfte sich der FC Schwaig, von dem einige Mitglieder aus der Vorstandschaft der Sitzung beiwohnten, über eine finanzielle Unterstützung in Höhe von insgesamt ca. 190.000,- Euro freuen.
Beim letzten Tagesordnungspunkt, den Informationen an den Gemeinderat, kam Bernhard Mücke auf das angelaufene Carsharing-Projekt in Oberding zu sprechen. Inzwischen sei auch das zweite Fahrzeug verfügbar, abgestellt ist es direkt am Oberdinger Seniorenheim. Der Bürgermeister teilte mit, dass die Reaktionen der Bürger auf das Carsharing bisher durchwegs positiv seien, eine Einschätzung, die auch Gemeinderat Christian Kaiser teilte. „Das Auto fährt die ganze Zeit“, so Kaisers Eindruck, eine Entwicklung, die ihn selbst und all seine Kollegen im Gremium sichtlich freute.
Nächste Gemeinderatssitzung:
Dienstag, 20. Januar 2026,
19 Uhr im Bürgerhaus Oberding
Für Sie berichtete Robert Hellinger.









