Die Stärke der Red Lions: Nachwuchsarbeit

Kategorie: Sport

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Die Stärke der Red Lions: Nachwuchsarbeit

Tolle Nachwuchsarbeit sichert den Verein

Eine Bilanz kurz vor Saisonauftakt

Werfen, schlagen, fangen und laufen – Eingeweihte wissen, wie spannend Baseball ist, dagegen sehen Nichtkenner in dem hochkomplexen Spiel mit kniffligen Regelwerk eine wenig attraktive Sportart, zumindest in Deutschland. Mit rund 30 000 aktiven Spielern ist es hier lediglich eine Randsportart. Dabei kann Baseball rund um den Globus auf eine halbe Milliarde Fans bauen und gehört im Ranking der weltweit beliebtesten Sportarten zu den „Top 8“. Das Schlagspiel, das in seinem Mutterland USA bereits Windelkinder kennen,  ist gleichzeitig Mannschafts- wie Individualsport und bietet für jeden Körpertypen oder Charakter, je nach individuellen Fertigkeiten, Möglichkeiten, sich zu entfalten und erfolgreich zu sein: „Idealerweise können Kinder kommen, sobald sie selbständig aufs Klo gehen“, meint Thomas Mann, einer der Abteilungsleiter der Red Lions Schwaig, lachend. „Ich habe selbst vier Kinder, zwei von ihnen spielen seitdem sie vier Jahre alt sind. Beim Baseball muss man nicht alles auf gleich hohem Niveau können“, stellt der Familienvater fest.

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Langsam wieder in Schwung kommen

Thomas Mann weiß mit Mamas und Papas, die nicht sofort Potential in ihrem Nachwuchs erkennen, umzugehen. „In der Regel kann jeder, irgendetwas besonders gut. Da gibt es vielleicht ein Kind, das nicht so gut werfen kann, aber wieselflink ist. Natürlich ist es schön, wenn man beides gleich gut kann, aber im Baseball nicht unbedingt nötig.“ 17 „Kids“ im Alter zwischen fünf und neun Jahren sind dieses Mal beim Schnuppertraining dabei: „Und es sieht so aus, als ob zehn bis 12 bleiben“, stellt Mann zufrieden fest. „Im November, als wir in den Schulen waren, kamen viel mehr Anmeldungen, aber dann mussten wir es kurzfristig wegen Corona absagen. Jetzt haben wir alle angeschrieben und gefragt, ob sie Lust hätten und freuen uns, dass es doch einige waren.“

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»Manche stehen im Feld wie Falschgeld, können aber schlagen ohne Ende. Die können vielleicht nicht so schnell laufen, sind aber Power-Hitter, über so einen Schlagmann freut sich jede Mannschaft.«

Thomas Mann, Abteilungsleiter Red Lions Schwaig

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Nachwuchsarbeit das A und O

Aktiv um Nachwuchs zu werben, ist eines der Rezepte des Vereins, um stabil 150 Mitglieder zu halten, davon zählen etwas über 100 zu den Aktiven. „Es ist ganz wichtig auf die Kids zuzugehen und ihnen die Freude an dieser Sportart zu vermitteln. Für uns steht generell der Spaß im Vordergrund und dass wir alle ein Team sind, nicht nur auf dem Platz, sondern auch, was das Drumherum wie Catering, Pflege und vieles mehr betrifft.“ Regelmäßig packen rund 30 Mitglieder an, wenn es um freiwillige Arbeitseinsätze geht: „Ganz klar hat uns Corona auch getroffen, aber das ist ein Pfund, wenn so viele regelmäßig mit anpacken. Darunter sind ganz viele unter 16 Jahre alt, das ist umso höher einzuschätzen. Das ist unser Erfolgsgeheimnis als Verein. Andere haben uns schon angesprochen, die sich fragen wo sie falsch abgebogen sind.“

Top-Ausstattung

Seit 2005 ist Baseball fester Bestandteil der FC Sportfreunde Schwaig. Das letzte Negativergebnis in Sachen Finanzen liegt 15 Jahre zurück: „Darauf sind wir stolz, wir kosten dem Hauptverein nichts, darauf legen wir höchsten Wert“, erklärt Mann. Der Verein schätze seinen Hauptverein und die Gemeinde sehr, die“ allgemein viel in Sport“ investiere und „großartig“ unterstütze, ob das Sporthallen betreffe mit allen Annehmlichkeiten oder die Sportplätze: „Wir haben hier beste Bedingungen, die Beleuchtung ermöglicht uns Tag und Nacht zu trainieren und wir haben wahrscheinlich einen der drei schönsten Batting-Cages in Deutschland“, ist Mann überzeugt.

Realistische Ziele

Aktuell spielen die Teams der Herren in der Bayern- und Landesliga. „In der Landesliga ist ein Haufen Nachwuchs aus der Jugend dabei. Da haben wir vergangenes Jahr, so muss man es leider sagen, mächtig auf die Mütze bekommen, aber trotzdem viel Spaß gehabt.“ Auch das Team in der Bayernliga schwächelt in der vergangenen Saison. Feiert es vor zwei Jahren noch den Meistertitel, landet es im vergangenen Jahr lediglich im Mittelfeld. „Wir haben gegen jedes Team gewonnen, aber auch gegen jedes verloren. Wir hatten ein paar Abgänge, die wir nicht gut verkraftet haben“, zieht Mann Bilanz und zeigt sich kurz vor Saisonauftakt zwar kämpferisch, gleichzeitig aber auf dem Boden der Tatsachen: „Wir versuchen in der Bayernliga gut zu sein, aber eigentlich wollen wir auch nicht höher, weil das unsere finanziellen Mittel übersteigen würde. Jetzt sind wir wieder im Aufbau und hoffen anknüpfen zu können an die Saison davor.“ 

Für Sie berichtete Manuela Praxl.

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