Vorbereitungen zum Schwaiger Maibaum 2024

Kategorie: Aktuelles

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Der wichtigste Mann bei der Auswahl und beim Umlegen des zukünftigen Schwaiger Maibaums: Forstwirt Tom Hobmeier

Einen passenden Baum auswählen und diesen dann fällen – hier ist Baumflüsterer Tom Hobmeier ganz in seinem Element…

Spätestens dann, wenn am 01. Mai der neue Maibaum am Schwaiger Dorfplatz in voller Pracht erstrahlt und sämtliche Gäste mit Essen und Getränken versorgt sind, sind all die Anstrengungen vergessen, die im Vorfeld notwendig waren, um diesen Festakt überhaupt zu ermöglichen. Einige Dutzend fleißige Helfer werden dann unzählige Stunden Arbeit aufgewendet haben, damit der Ort nach einigen Jahren Pause endlich wieder ein neues Wahrzeichen erhält.
Aber der Reihe nach: Los ging´s noch im alten Jahr, genauer gesagt am 30. Dezember 2023. An diesem Tag machte sich eine achtköpfige Delegation von Schwaigern auf, um im Freisinger Forstgebiet ein würdiges Prachtstangerl auszuwählen. Unter der Anleitung von Forstwirt Tom Hobmeier durchstreiften die Männer also den Weltwald auf der Suche nach einer schön gewachsenen Fichte ohne sichtbare Verletzungen. Nach gut zwei Stunden hatte man insgesamt fünf infrage kommende Bäume mit der Spraydose markiert. Dies ist deshalb notwendig, weil es immer mal sein kann, dass Bäume mit einer Länge von 30 oder mehr Metern beim Aufschlag auf den Boden brechen; so hat man für den Fall der Fälle umgehend ein paar Alternativen parat. Es war also alles bestens vorbereitet, als dann einige Wochen später (Sonntag, 21.01.) die nächste Gruppe Freiwilliger aufbrach, um den Baum umzulegen. Und weil das Glück mit den Tüchtigen, vor allem aber, weil Tom Hobmeier ein absoluter Vollprofi an der Motorsäge ist, lag nach einer guten Stunde der erste, quasi der Wunschbaum unverletzt darnieder. Nachdem Daniel Adelsberger das gute Stück mit seinem Traktor aus dem Dickicht herausgezogen hatte, konnte die weitere Bearbeitung beginnen. Dem Entasten folgte das Entfernen der Rinde, das sogenannte Scheppsen.

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Bei einem Baum mit einer Länge von 34,5 Metern ein durchaus schweißtreibendes Unterfangen, bei dem sich bezahlt machte, dass man mit mehr als einem Dutzend Helfern und Feuerwehrlern ausgerückt war und somit öfter durchwechseln konnte. Nach mehreren Stunden schließlich konnte man den entkleideten Baum an seinen Lagerort bringen, wo er bis zu seiner Abholung gut unterbaut liegen kann. Während der Maibaum selbst noch etwas ruhen darf, liefen in Schwaig parallel die Vorbereitungen auf den großen Event am 01. Mai weiter. Ein großer Punkt etwa war die Restauration bzw. Neuanfertigung der Schilder und Gebäude, die den Baum zukünftig (wieder) zieren. Unter der Leitung des örtlichen Schreiners Hans Thalhammer wurden die beiden originalgetreuen Modelle des alten Schwaiger Schulhauses und der Kirche feinsäuberlich aufbereitet, außerdem wurden sämtliche Gewerke- und Vereinstafeln neu aus Holz ausgeschnitten, nachgefräst, gespachtelt, geschliffen und anschließend noch vorlackiert. Direkt danach durfte dann die Schwaiger Künstlergruppe übernehmen, angeführt von Gerda Eschbaumer und Ingrid Hintermayer konnten die Mitglieder dieser Vereinigung ihr reichlich vorhandenes Talent beim aufwendigen Bemalen der 14 Schilder unter Beweis stellen.

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Profis unter sich: Maibaum-Cheforganisator Michi Miesbauer und Forstprofi Tom Hobmeier bei der Auswahl des perfekten Baums für Schwaig

Es ist also alles bereitet, und so kann – wenn der Maibaum am Samstag, den 20. April endlich seinen Weg in seinen zukünftigen Heimatort findet – umgehend mit der Bewachung des Baums begonnen werden. Diese teilen sich die Schwaiger Vereine, so dass jeder Club an jeweils mindestens einem Tag die Verantwortung für das Wachstüberl am Heiglhof übernimmt. Dabei präsentiert sich der teilrestaurierte Traditionshof als perfekter Lagerort für das Prachtstangerl, zumal die Fläche hier auch groß genug ist, um die weiteren Arbeiten am Baum fortzusetzen und gleichzeitig auch gemütlich zusammensitzen zu können. Denn obwohl das anderthalb Wochen andauernde Wachstüberl nicht zur Partymeile mutieren soll, sind freilich alle Bürger der Gemeinde herzlich eingeladen, an einem oder mehreren Abenden dort vorbeizuschauen und es sich in netter Runde gutgehen zu lassen. Einer der Höhepunkte des Wachprogramms ist sicherlich gleich der erste Tag, beim „Baum kommt“-Event (20.04.) geht´s um 17:00 Uhr mit der Begrüßung des neuen Dorfwahrzeichens durch die Böllerschützen los, anschließend gibt´s neben Spezialitäten vom Grill auch gut gekühltes Fassbier. An den darauffolgenden Tagen stehen dann noch weitere Highlights an, etwa die zwei Pflichttermine für alle Kartler (23.04.: Wattturnier, 26.04.: Schafkopfrennen) sowie ein Kesselfleischessen (29.04.), organisiert von der Schwaiger Feuerwehr und der Liveauftritt des Countrykünstlers Andy Nickl (Ausrichter: Cowboyclub).

Am 01. Mai dann gibt es endlich das große Maibaumaufstellen. Musikalisch begleitet von der bekannten Blaskapelle „Harmonie Neubiberg“ wird der Baum vom Heiglhof zu seinem endgültigen Standort am Dorfplatz verbracht (Beginn: 10:00 Uhr), wo er dann traditionsgemäß mit Hilfe von hölzernen Stangen, sogenannten Schwalben, nur durch Muskelkraft in die Höhe gehievt wird. Parallel dazu wird natürlich auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt sein, nach dem Mittagstisch gibt es noch Kaffee und Kuchen, später wird auch die Barhütte in Betrieb genommen. Der Moosmotor Schwaig, unter dessen Führung sämtliche Vereine der Ortes den Maibaum aufstellen werden, lädt stellvertretend für die ganze Ortschaft alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde auf´s Herzlichste ein, diesem Ereignis beizuwohnen. Außerdem möchte sich Cheforganisator Michael Miesbauer im Namen von Schwaig bei allen Helfern, Gästen und Sponsoren bedanken. Hier darf auch die Ortschaft Oberding nicht unerwähnt bleiben, die die Schwaiger mit ihren Schwalben, einem Nachläufer sowie mehreren Auflegeböcken tatkräftig unterstützt. Eines von vielen Beispielen das zeigt, dass ein Maibaum in Bayern für deutlich mehr steht als nur für Schlemmen und Feiern, nämlich für Tradition, Identifikation und für den gelebten Zusammenhalt innerhalb einer Ortschaft und der ganzen Gemeinde.

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„Es ist unheimlich schön zu sehen, wie eng alle zusammenarbeiten. Jeder bringt seine Talente ein, damit Schwaig wieder einen tollen Maibaum bekommt.“

Michael Miesbauer, Cheforganisator der Maibaums und Moosmotorvorstand

Für Sie berichtete Robert Hellinger.

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