Die Sieger der Dorfmeisterschaft 2026: (v. li, 2. Reihe) Florian Huber, Irmi Kallinger, Christine Viechter, Markus Huber, Lorenz Strobl, Wast Kronast, Werner Kallinger, Michael Huber; (1. Reihe) Johann Kallinger und Christian Peis
Fastenpredigt mit Gesang
Der Saal war voll bis auf den letzten Platz, Prominenz aus der Politik war anwesend, das Bier war süffig und beim Derbleckn ging es hoch her. Das gibt’s nicht nur in München auf dem Nockherberg, sondern auch in Niederding im Bürgerhaus, als die SG „Die Fröhlichen“ zum jährlichen Starkbieranstich eingeladen hatten.
Ehe jedoch Floreanus und Friedenand aus dem Orden der Deanger Saufbrüder das Wort ergriffen, wurden erst noch die Sieger der Dorfmeisterschaft 2026 geehrt. Teilgenommen hatten neun Mannschaften, von denen die Gastgeber mit 19 Schützen das größte Kontingent stellten. In der Mannschaftswertung schaffte der Kriegerverein mit 315 die meisten Ringe. Dorfkönig wurde Johann Kallinger, der zusätzlich auch noch den Titel des Dorfmeisters/Auflage errang und damit gleich zwei der großen Pokale mit nachhause nehmen konnte. Den Pokal des Dorfmeisters errang Christian Peis. Ob die Pokale im späteren Verlauf des Abends mit Alkoholhaltigem gefüllt wurden? „Ko scho sei“ meinte einer der erfolgreichen Teilnehmer mit einem Augenzwinkern.
Weiter ging es mit der Fastenpredigt. Ausgerüstet mit je einem vollen Maßkrug kamen Bruder Florianus und Bruder Friedenand auf die Bühne und nach einem forschen „Prost Mitnand“ ging es los mit dem Lesen der Leviten. Zu Beginn gab es allerdings erstmal viel Anerkennung für alle, die das Programm für „1275 Jahre Deang“ gestaltet und organisiert hatten. Vor allem der „Nussi“ (Anton Nussrainer) als „Capo“ des Festausschusses wurde gelobt, auch wenn die beiden Saufbrüder feststellten, dass er sich offensichtlich hin und wieder noch etwas zurückhalten muss, wenn es ums offizielle Begrüßen geht, weil er das halt ein ganzes Jahr lang so oft getan hat.
„Mutig und freundlich, so tapfer und gläubig,
fröhlich und frech kämpfen mia aa für dich.
Leben in Deang zwischen Fliagan und Bulldogs,
mit unsern Freunden, san mia do dahoam.
Niedadeanga, hüpfen hier und dort und überoi.
Mia san für eich da, wenn ihr uns brauchts.
Mia san de Niedadeanga…“
Das Lied der Deanga Saufbrüder Florianus und Friedenand
Viel drehte sich bei der Fastenpredigt um verschiedene Arten des Heimkommens. Da nahm einer an, dass es nicht so besonders weit sei, wenn man mangels Taxi oder Fahrdienst von Erding bis Niederding zu Fuß heimgeht, wobei er die Entfernung doch etwas überschätzt hatte. Ein anderer hatte es zwar nicht so weit, der fuhr nach einer feuchtfröhlichen Geburtstagsfeier mit dem Fahrrad heim und bremste in einer Kurve mit dem Gesicht. Die Folgen merkte er dann erst am nächsten Morgen beim Blick in den Spiegel.
Verliebt, verlobt, verheiratet – auch das war ein Thema bei der Fastenpredigt. Da ging es nicht nur darum, wer mit wem, sondern auch um einen Heiratsantrag, der von einem widerspenstigen Dackel aller Romantik beraubt wurde.
Natürlich kam auch die bevorstehende Wahl zur Sprache und insbesondere die unterschiedlichen Methoden der Wahlwerbung wurden von den beiden Brüdern aufs Korn genommen.
Für das Publikum gab es viel zu lachen, insbesondere für diejenigen, die bei den verschiedenen Ereignissen dabei gewesen waren. Die Niederdinger Brüder waren, anders als auf dem Nockherberg, allerdings nicht boshaft, ihre Predigt war lustig und tat niemand weh. Den allermeisten Applaus bekamen die beiden jedoch für die Gesangs- Einlage, mit der sie die Gäste im Saal überraschten und wofür sie frenetischen Beifall erhielten.
Die musikalische Umrahmung des Abends hatte wieder das Biederstein-Trio übernommen. Die drei Musikanten waren gut gelaunt und spielten und sangen nicht nur zur Freude der Gäste, sondern sichtlich auch zu ihrem eigenen Vergnügen.
Bei Barbetrieb und gemütlichem Beisammensein wurde bis in den frühen Morgen gefeiert. Aus zuverlässiger Quelle war zu erfahren, dass es fast vier Uhr war, als die letzten nachhause gingen.
Viel Beifall gab es für die Fastenpredigt der Deanga Saufbrüder Florianus und Friedenand
Für Sie berichtete Maria Schultz.









