Interessierte Gäste bei der Führung in der Oberdinger Kirche.
Anlässlich der 1275 Jahrfeier von „Deang“ fand am 26.4. in Oberding eine Kirchenführung statt. Um 15 Uhr fanden sich mehr als 30 Zuhörer ein, um den Ausführungen von Kirchenpfleger Hans-Joachim Magura zu lauschen.
Die heutige Kirche wurde von 1701 bis 1703 von Anton Kogler erbaut. Die Vorgängerkirche wurde abgebrochen, lediglich der Turm blieb erhalten. Der Turm wurde erstmals im Jahr 1555 erwähnt, wird jedoch wesentlich älter geschätzt und war ursprünglich ein Wehrturm. Die Kirche ist dem hl. Georg geweiht, dessen Figur auf der rechten Seite des Kirchenschiffes angebracht ist. Die Figur wird in den Archiven bereits im Jahre 1600 erwähnt und wurde aus der Vorgängerkirche übernommen. Der Hochaltar in seiner jetzigen Form wurde 1770 bis 1772 neu erstellt, der alte Hochaltar von 1660 entfernt. Die Seitenaltäre stammen aus dem Jahr 1776 und wurden 1855/56 neu gefasst. Die Kanzel, aus der Kirche von Maria Thalheim stammend, wurde 1735 angefertigt und 1772 von Oberding erworben und aufgebaut. Das Kanzelkreuz mit der schmerzhaften Muttergottes wurde 1773 gefertigt. Der Kirchenpfleger kam nun auf die Bilder und Figuren zu sprechen. Am Hochaltar ist der hl. Georg im Kampf mit dem Drachen im Bild dargestellt. Umrahmt vom hl. Stephanus, dem zweiten Patron der Kirche, sowie rechtsseitig vom hl. Laurentius, mit dem glühenden Rost dargestellt, auf dem er gefoltert und umgebracht wurde. Der linke Seitenaltar zeigt Jesu beim Besuch der Schwestern Maria und Martha. Die Figur links davon stellt den hl. Johannes den Täufer dar und rechts den hl. Sebastian, angebunden an einen Pfahl und von Pfeilen durchbohrt. Der rechte Seitenaltar ist der „Marienaltar“. Das Bild zeigt Maria Himmelfahrt mit den Apostelfiguren Petrus links und Paulus rechts.
An der Decke sind verschiedene Gemälde vorhanden. Im Chorraum sind die Heiligen Georg, Johannes der Täufer, Johannes der Evangelist sowie Josef und Andreas dargestellt. Das große Bild im Langhaus zeigt Maria mit dem Jesuskind von Engeln und Heiligen umrahmt, sowie Gottvater und die Heiliggeisttaube. Das interessanteste Bild für die Zuhörer war das kleine Bild über der Empore. Es wurde bei Renovierungsarbeiten in den 1950er Jahren erstellt und zeigt die gebürtige Maria Gerbl, die Ehefrau unseres Altbürgermeisters Franz Schweiger, oberhalb der hl. Cäcilia. Die drei Männer rechts daneben sind der damalige Chorregent, der Maler selbst und unser ehemaliger Pfarrer Andreas Kleiner. Oben darüber ist der damalige Student und jetzige Pfarrer Josef Schmid dargestellt.
Zum Abschluss der Führung wurden die Besucher gruppenweise zum Turm bis zu den Glocken und über das Langhaus geführt. Zwischenzeitlich konnte die Fotoausstellung von Reinhard Heuer über den Bau der neuen Orgel (Orgelweihe 2014) besichtigt werden. Es war ein interessanter und informativer Nachmittag, so lautete die Resonanz der Teilnehmer, was die Herren Heuer und Magura sehr freute.
Für Sie berichtete der Oberdinger Kurier.















