Buntes Ferienprogramm in der Gemeinde Oberding

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Für jedes Kind war wieder etwas dabei beim Ferienprogramm der Gemeinde Oberding

Nachdem es in den beiden Jahren zuvor pandemiebedingt relativ schwierig war, konnte das Organisationsteam bei der Zusammenstellung des Ferienprogramms heuer absolut in die Vollen gehen. Und genau das haben Franziska Hilmer, Johannes Sandtner (beide Jugendreferenten) und Andrea Kaiser auch getan und heraus kam eine Angebotspalette, die noch einmal deutlich bunter und vielfältiger war als in den vergangenen 20 Jahren, in denen die Gemeinde den Oberdinger Kindern während der Sommerferien nun schon verschiedenste Freizeitaktivitäten bietet. Und so konnten die Kids dieses Mal aus rund 60 (!!) unterschiedlichen Programmpunkten wählen, neben sportlichen Veranstaltungen gab es auch Ausflüge und Besichtigungen sowie Einblicke in handwerkliche oder künstlerische Tätigkeiten.

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Um dieser sehr anspruchsvollen Organisation gerecht zu werden, beginnt das dreiköpfige Team schon unmittelbar nach Ostern mit der Planung. Dabei kontaktieren Franzi Hilmer, Johannes Sandtner und Andrea Kaiser zuerst jene Veranstalter, die schon in den Jahren zuvor teilgenommen haben. Und die Erfahrung zeigt, beinahe jeder Veranstalter bleibt auch an Bord. Diese große Bereitschaft sich für Kids ehrenamtlich zu engagieren, macht Hilmer „besonders stolz“, außerdem sind die Verantwortlichen allen Vereinen, Firmen und Privatpersonen für deren selbstlose Unterstützung „unendlich dankbar“. Natürlich trägt auch die Gemeinde selbst einen großen Teil zu einem gelungenen Ferienprogramm bei, Bürgermeister Bernhard Mücke etwa lässt es sich nicht nehmen, die einzelnen Events persönlich abzusegnen und das Grußwort für das Programmheft zu verfassen, außerdem hilft die Gemeindeverwaltung beim Umgang mit dem neu genutzten Anmeldeprogramm sowie bei der Abrechnung von kostenpflichtigen Veranstaltungen. Apropos Anmeldung: Auch das war heuer komplett anders, zum ersten Mal musste niemand mehr für die Teilnahme am Ferienprogramm Schlange stehen, alles lief online über die eigens dafür erstellte Homepage. Ein großer Vorteil hierbei: Die Anmeldungen müssen nicht just an dem einen Tag und somit Wochen vor der eigentlichen Veranstaltung erfolgen, sollten etwa bei einem Programmpunkt noch einzelne Plätze frei sein, ist es bis kurz vor Beginn möglich, sich noch dafür einzutragen und damit relativ spontan teilzunehmen. Eine echte Verbesserung, die bei allen Beteiligten lt. Franzi Hilmer sehr gut ankam.

„Gerade in schwierigen Zeiten mit Pandemie und dem Krieg in der Ukraine wollten wir den Kinder ein extrem buntes und vielfältiges Ferienangebot anbieten.“

Jugendreferentin und Organisatorin Franzi Hilmer über das diesjährige Ferienprogramm

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Backe, backe Kuchen, die Alex hat gerufen…

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Schon ein alter Hase beim Oberdinger Ferienprogramm ist dagegen Alexandra Lex, ihr „Semmeln backen mit Alex“ ist bei den Kindern jedes Jahr aufs Neue äußerst beliebt. Die Hobbybäckerin nimmt sich dafür viel Zeit und zeigt dem Nachwuchs, wie man einen leckeren Teig anmischt und knetet und anschließend schöne Semmeln daraus formt. Hierbei dürfen die Kids freilich ihrer Phantasie freien Lauf lassen und so kommen am Ende ganz bunt verzierte Brötchen in Kugel-, Stangen- oder Brezenform heraus. Während der Backzeit stellt Alex Lex ihren Backschülern Quizfragen rund ums Brot und am Ende gibt´s dann zur Freude aller Beteiligten noch die Verkostung der selbst gemachten Backwaren. Besonders stolz sind die Kids natürlich, wenn noch Semmeln übrig bleiben und sie die kunstvoll hergestellten Teigwaren mitnehmen und daheim ihren Eltern präsentieren dürfen. Und weil auch Alex Lex der Tag mit den Kindern viel Freude bereitet, werden sicher auch in Zukunft noch viele Kids die Chance haben, von ihr einiges über das Backhandwerk zu lernen.

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Die eigene Kreativität ausleben und das Auto der Zukunft selbst gestalten…

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Eine Freizeitbeschäftigung der ganz anderen Art konnten die Teilnehmer beim „Kreativworkshop in der BMW Welt“ erleben. Mit einem eigenen Shuttlebus durften die 21 Kinder aller Altersgruppen nach München fahren und sich dort von speziellen Betreuern des Unternehmens über die Mobilität der Zukunft aufklären lassen. Anschließend konnten sie in kleinen Gruppen mit den bereitgestellten Materialien und Werkzeugen ihre eigene Version eines zukunftsfähigen Autos basteln. Bei den Kindern kam der Tag in der BMW Welt durchwegs super an, neben dem Basteln interessierten sie sich auch sehr für die Vorträge über autonomes Fahren, über Elektroautos oder allgemein über Nachhaltigkeit bei der Produktion von Fahrzeugen.

Ein Blick zurück auf Kultur und Tradition

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Einen Gegenentwurf zur hochtechnisierten Zukunft bot der Schwaiger Moosmotor e.V. natur- und traditionsbewussten Kindern mit seinem Programmpunkt „Unser schönes Moos“. Startpunkt war das alte Feuerwehrhaus in Schwaig, von dort aus ging es mit den Fahrrädern dorfauswärts Richtung Moos. Am ersten Haltepunkt erfuhren die rund 20 Kids von Jäger Robert Schweiger jun. jede Menge über das Wildvorkommen in unserer Gegend, zur Verdeutlichung hatte er auch Geweihe von Rehböcken und Hirschen im Gepäck. Zudem klärte Schweiger jun. die Kinder darüber auf, wie man sich in der Natur verhalten solle, um Tiere und Pflanzen möglichst wenig zu stören (keinen Müll hinterlassen, nicht ins Dickicht vordringen, leise sein, Hunde immer angeleint lassen, usw.). Für die Gestaltung von Station zwei – dem Torfstechen – waren dann Ernst Pöppl und Landwirt Anton Hellinger zuständig. Die beiden Zeitzeugen erklärten den neugierigen Kleinen, wie im Erdinger Moos früher Torf abgebaut wurde. Dafür hatten sie alte Torfeisen mitgebracht und eine Stelle zum Stechen vorbereitet. Begeistert durften sich die Kinder dann selbst beim Stechen beweisen und mussten dabei feststellen, dass früher vor dem Heizen mit Torf noch echt harte Arbeit stand. Zur Stärkung gab es selbst gemachten Eistee, Moosmotor Michi Miesbauer hatte dafür extra den im Moos geernteten Pfefferminztee ausgekocht und mit Honig gesüßt. Und woher dieser Honig stammte, erfuhren die Kinder dann schon kurz danach, als nämlich an Station drei Heiko Raschl einen Vortrag über seine Tätigkeit als Hobbyimker hielt. Hier konnten die Kinder lernen, dass jedes Bienenvolk selbst entscheidet, wie lange seine Königin „im Amt“ bleiben darf und dass auch sonst relativ raue Sitten bei den realen Verwandten von Biene Maja und Willi vorherrschen. Aber wenn das dabei entstehende Produkt am Ende so gut schmeckt wie Heiko Raschls Honig, dann macht das schon alles Sinn… Und weil die Kids nach all den Infos und der körperlichen Anstrengung ziemlich hungrig waren, stand am Ende eines tollen Tages in der Natur noch eine Brotzeit auf dem Programm. Die Mitglieder vom Moosmotor hatten dafür während der Tour durchs Moos einen Grill aufgebaut, so dass einer fröhlichen „Raubtierfütterung“ nichts mehr im Weg stand.

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Pizzabacken mit Ulla – längt ein Klassiker beim Oberdinger Ferienprogramm

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Auf die Verkostung freuten sich am Ende auch alle Beteiligten beim „Pizzabacken mit Ulla“. Doch vorher mussten die knapp 15 Kinder erst noch einen Hefeteig machen, diesen gehen lassen und alle möglichen Lebensmittel schnippeln. Das selbst diese Vorbereitungsarbeiten richtig viel Spaß machen können, lernten die Kinder von Ulla Just, die ihren Pizzaback-Workshop im Rahmen des Ferienprogramms nun schon das fünfte Mal anbietet. Gelernt hat Ulla, die einen professionellen Pizzaofen in ihrem Garten stehen hat, die Herstellung von Pizzen von einem italienischem Austauschschüler, der vor Jahren mal kurzzeitig bei Familie Just wohnte und nebenbei als Pizzabäcker jobbte. Von ihm erfuhr Ulla auch, dass sich Hartholz am besten zum Heizen des Ofens eignet, sie verwendet am liebsten Buche. Ist der Ofen dann einmal heiß, geht alles ziemlich schnell, die Pizzen benötigen in der Regel nur zwischen einer und drei Minuten. Ein Umstand, der Ulla zugutekommt, denn bei aller Geduld vorher, sobald die Pizza im Ofen ist, wollen die Kids ihr Werk auch gern probieren und so hält sich die Wartezeit eben in Grenzen. Und was nicht direkt vor Ort verspeist wurde, durften die Kinder selbstverständlich mit nach Hause nehmen, Ulla Just hatte dafür im Vorfeld extra spezielle Pizzakartons besorgt, die die Kleinen nach Lust und Laune zuerst selbst bemalen und dann noch befüllen durften.

Fazit?

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass das Ferienprogramm der Gemeinde auch im Jahr 2022 wieder ein riesengroßer Erfolg war und sich sowohl das Organisationsteam als auch sämtliche Beteiligten einig waren, dass diese großartige Geschichte auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden muss. Sollte jemand also eine Idee für einen weiteren Programmpunkt für das nächste Jahr haben oder sich vielleicht sogar selbst bei der Organisation engagieren wollen, so darf sie oder er sich jederzeit und herzlich gerne unter ferienprogrammoberding@gmx.de melden.

Für Sie berichtete Robert Hellinger.

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