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Kategorie: Notzing

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Erfolgreich für den Reitverein Erding: Katharina Nickelsen und Katharina Schreder freuen sich nach ihren erfolgreichen Prüfungen über ihre Platzierungen bei den Notzinger Dressurtagen. Foto: Annika Aichner Fotografie 

Die Notzinger Dressurtage verbinden Sport und Gemeinschaft seit 25 Jahren

Seit einem Vierteljahrhundert gehören die Notzinger Dressurtage zum Frühling der Region – und auch in diesem Jahr verwandelte sich die Reitsportanlage vom 22.06 bis 24.06. in einen lebendigen Treffpunkt für Reitsportbegeisterte, Familien und Vereinsmitglieder. Zwischen präzisen Dressuraufgaben, bunten Kinderkostümen und geselligen Gesprächen am Rand der Reitbahn zeigte sich vor allem eines: der besondere familiäre Geist, der die Veranstaltung seit Jahren trägt.

Schon am Freitagmorgen lag lebendiges Treiben über der Anlage. Während auf dem Dressurplatz die ersten Reiterinnen und Reiter konzentriert ihre Prüfungen absolvierten, verfolgten Zuschauer das Geschehen von schattigen Bänken aus. Leise Musik zog über das Gelände, Kinder liefen lachend über den Hof, Familien unterhielten sich zwischen Stallgassen und Sonnenschirmen. Immer wieder blieben Besucher am Zaun stehen, um den nächsten Ritt zu verfolgen.

Im gegenüberliegenden Stall reckten Pferde neugierig ihre Köpfe aus den Fenstern und blickten hinüber auf den Platz, auf dem Reiter und Tiere ruhig und konzentriert ihre Prüfungen absolvierten. Gleichzeitig sorgten Applaus, Durchsagen und das bunte Treiben auf der Anlage für eine lebendige Turnierkulisse.

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Organisiert wurden die Dressurtage von der Familie Weirich Döllel, gemeinsam mit dem Reitverein Erding und zahlreichen Helferinnen und Helfern. Die Vorbereitung begann dabei bereits im August des Vorjahres, erklärte Vereinsvorsitzender Peter Galitz. Richter müssen angefragt, Termine abgestimmt und Sponsoren gewonnen werden. „Das ist ein sehr familiäres Turnier. Von dem Leben wir hier“, sagte Galitz während des Wochenendes.

Besonders hob er den Einsatz der Gastgeberfamilie hervor, die seit Jahren einen großen Teil der Organisation trägt. Gleichzeitig seien auch viele junge Vereinsmitglieder inzwischen fest eingebunden und unterstützen die Veranstaltung an zahlreichen Stellen – von der Vorbereitung bis hin zum Ablauf während der Prüfungen. Gerade dieses generationsübergreifende Miteinander präge die Notzinger Dressurtage seit vielen Jahren.

Auf der Anlage selbst zeigte sich über die drei Tage hinweg die gelungene Verbindung aus sportlichem Anspruch und sommerlicher Gelassenheit. Rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gingen an den Start. Ausgeschrieben waren Prüfungen von der Führzügelklasse über L* bis hin zur schweren Klasse S***, begleitet von einem fünfköpfigen Richterteam. Auch bekannte Namen fanden sich am Freitag auf der Starterliste: Selina Söder sowie ihr Partner Rafael Netz absolvierten ihre Prüfungen auf der Reitsportanlage.

Neben den hochklassigen Dressurprüfungen begeisterte auch der Führzügel-Wettbewerb mit kreativen Kostümen die Zuschauer. Rund fünf Kinder ritten dabei fantasievoll verkleidet in die Bahn ein und sorgten für viele lachende Gesichter am Rand der Reitbahn. Von bekannten Filmfiguren bis hin zu kreativen Partnerkostümen zeigten die jüngsten Teilnehmer viel Ideenreichtum. So trat ein Kind als Harry Potter gemeinsam mit einem als Goldener Schnatz geschmückten Pony an, ein anderes Paar erschien als Elsa und Olaf. Eltern und Angehörige hielten, währenddessen Handys und Kameras bereit, filmten die Auftritte oder applaudierten vom Zaun aus.

Neben dem Sport spielte auch das Vereinsleben eine zentrale Rolle. In zwei Zelten war während des gesamten Wochenendes für das leibliche Wohl gesorgt. Besucher konnten zwischen warmen, Gerichten, Kuchen und kalten Speisen wählen. Dazu gab es alkoholfreie Getränke, Bier, gekühlte Erfrischungen und Eiskaffee.

Bei der Siegerehrung der Führzügelklasse werden die jungen Reiterinnen und Reiter gemeinsam mit ihren Pferden für ihre Leistungen geehrt und mit Schleifen ausgezeichnet.

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Auch das Wohl der Pferde stand während der drei Tage im Mittelpunkt. Bei den sommerlich heißen Temperaturen und den anspruchsvollen Prüfungen achteten die Reiter besonders aufmerksam auf ihre Tiere. Direkt nach ihrem etwa siebenminütigen Ritt, wurden die Pferde sofort in den Schatten geführt, mit Wasser versorgt und gezielt abgekühlt. Immer wieder waren Helferinnen, Helfer und Reiter dabei zu sehen, wie sie die Tiere mit Wasser abspritzten oder ihnen kurze Ruhepausen ermöglichten. Dabei wurde deutlich, welchen hohen Stellenwert das Wohl der Pferde für alle Beteiligten auf der Anlage hatte.

Sportlich verlief das Wochenende zudem erfolgreich für den Reitverein Erding. Mit Leonie Weirich, Katharina Schreder, Julia Henriss und Katharina Nickelsen konnten sich gleich vier auf der Reitsportanlage Notzing beheimatete Vereinsmitglieder in ihren jeweiligen Prüfungen platzieren.

Zwischen Gesprächen, dem Wiehern der Pferde und dem Duft von Heu, fand das Wochenende langsam seinen Ausklang. Es war geprägt von Gemeinschaft, gelebter Tradition und vielen helfenden Händen – getragen von einem Vereinsleben, das die Notzinger Dressurtage seit rund 25 Jahren ausmacht.

Für sie berichtete Selina Scholz.

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