Die Absolvia 2026 der Realschule Oberding
Abschied und Vorfreude auf die Zukunft
Nach einem gemeinsamen Gottesdienst in der Pfarrkirche Oberding fand am 24. Juli in der festlich dekorierten Mehrzweckhalle die feierliche Abschlussfeier für die diesjährigen Absolventinnen und Absolventen der Realschule Oberding (RSO) statt. Konrektor Dirk Gärtner moderierte die Veranstaltung und stellte gleich zu Beginn mit einem Augenzwinkern die Verbindung zwischen seiner Heimat Sachsen und Bayern her: „Wir Sachsen bringen den Dialekt mit, ihr habt die schönere Landschaft – eine klassische win-win-Situation!“ „Jetzt beginnt ein neues Kapitel“ sagte der 1. Bürgermeister Bernhard Mücke in seinem Grußwort. Er verriet, dass er alles andere als ein Musterschüler gewesen sei und trotzdem beruflichen Erfolg hatte. Den Schülerinnen und Schülern wünschte er Neugier, Fleiß und Ausdauer und vor allem die Bereitschaft, nach einer Niederlage wieder aufzustehen. „Ihr Abschluss ist eine Startrampe, denn Lernen endet nicht mit dem Schulabschluss“ so der Gemeinde- Chef, und er riet den Absolventinnen und Absolventen: „Vergesst vor allem nicht den Humor!“ Eine neue Form für seine Ansprache hatte Schulleiter Martin Heilmaier für diesen Anlass gefunden, denn „ein besonderer Jahrgang verdient auch eine besondere Rede“. Gemeinsam mit den beiden Schulsprecherinnen Amelie und Delayla hielt er einen „Bühnentalk“. Die beiden Schulsprecherinnen blickten zum einen zurück auf die gemeinsame Schulzeit, auf Klassenfahrten und besondere Ereignisse, sie stellten ihrem Schulleiter jedoch auch spannende Fragen wie z.B. die nach der originellsten Ausrede, die er jemals gehört hatte und: „Haben Sie für uns einen Rat für die Zukunft?“ Schulleiter Heilmaier verglich die Schulzeit mit der Fahrt in einem Boot, bei der man nur vorankommt, wenn man gemeinsam rudert. „Denkt nach“ gab er den Absolventinnen und Absolventen mit auf den Weg, „sprecht mit Freunden, lasst euch nicht durch kurze Argumente verwirren.“ Er schloss mit einem Zitat aus dem Lied „Volle Kraft voraus“, das er kürzlich auf einem Konzert seiner Lieblingssängerin gehört hatte und dessen Text er genau passend für diesen Anlass fand.
Die Klassensprecher berichteten in ihren Grußworten über manche lustige Begebenheit, die sich in den vergangenen Jahren in Klassen ereignet hatten. Sie klärten manches auf, was bis jetzt ein Geheimnis geblieben war, aber sie waren sich einig, „nicht alles darf verraten werden.“ Und weil nach der Schulzeit nun der Abschied nahte, flossen bei dieser Gelegenheit auch ein paar Tränen. Endlich war es dann soweit und es folgte die Zeugnisvergabe. Ehe jedoch Klassenleiter und Schulleiter die Zeugnisse und Jahresberichte an die 53 Absolventinnen und Absolventen überreichten, gingen auch die Leiter der drei Abschlussklassen auf die gemeinsamen Jahre ein, mit viel Humor, sehr berührend oder, wie eine Lehrerin, in Form eines Lieds. Man erfuhr viele kleine Details über die gemeinsame Zeit von Schülern und Lehrkräften, alles mit Wohlwollen und Dankbarkeit. Insgesamt 10 Schülerinnen und Schüler hatten eine Eins vor dem Komma, 29 Mal war es eine Zwei. Bastian Siegmann, Emilia Schröpfer und Johanna Kreuzpointner erreichten mit 1,09, 1,27 und 1,36 die besten Ergebnisse. Sie wurden vom Förderverein ausgezeichnet, für die fünf mit dem besten Notendurchschnitt (Bastian Siegmann, Emilia Schröpfer, Johanna Kreuzpointner, Christian Strobel und Helene Landbrecht) gab es zudem ein Geschenk von der Gemeinde Oberding.
Sehr stimmig war die Auswahl der Stücke für die musikalische Umrahmung dieser Feier. Die Talentklasse Musik 10 begann mit „Adios muchachos“, was man mit „Lebt wohl, Freunde“ übersetzen kann. Viel Beifall gab es für Sebastian Kren, der auf seiner Klarinette hinreißend den „Wild Cat Blues“ spielte. Begeisterten Applaus gab es auch für Bastian Siegmann und seine Ziach für eine temperamentvolle Polka. Voller Lebensfreude war „Tico tico no Fubá“, das die Lehrkräfte der Fachschaft Musik nach der Zeugnisvergabe spielten. Zu guter Letzt kam noch der Lehrerchor auf die Bühne und dessen Lied „Unwritten“ passte wie kein anderes zu diesem Tag: „Hab keine Angst und nutze die Möglichkeiten des Lebens, denn deine Geschichte ist noch nicht geschrieben.“ Mit der Perspektive auf einen spektakulären Abschlussball am Abend endete die Feier.
Auszeichnung der fünf Besten durch Bürgermeister Bernhard Mücke: (v.li) Christian Strobel (1,45), Helene Landbrecht (1,50), Schulleiter Martin Heilmaier, Bastian Siegmann (1,09), Johanna Kreuzpointner (1,36), Emilia Schröpfer (1,27) und Bürgermeister Bernhard Mücke
Für Sie berichtete Maria Schultz.













