Gut gefüllte Bänke und angeregte Gespräche: Zahlreiche Gäste kamen beim Notzinger Ortsfest im Festzelt zusammen und genossen das gesellige Miteinander.
Gemeinsam feiern unter den Birken
Zwei Tage lang stand Notzing ganz im Zeichen der Dorfgemeinschaft: Am Samstag, 18. Juli, und Sonntag, 19. Juli 2026, lud der Ortsverein Notzing zum Sommer- und Ortsfest am Bürgerhaus ein. Mit bayerischen Schmankerln, Musik, einem abwechslungsreichen Familienprogramm und viel ehrenamtlichem Einsatz wurde einmal mehr deutlich, was das gesellschaftliche Leben im Ort auszeichnet: Zusammenhalt, Heimatverbundenheit und die Bereitschaft, gemeinsam anzupacken. Den Auftakt bildete am Samstagabend das erstmals veranstaltete Notzinger Sommerfest. Ab 18.30 Uhr erwarteten die Gäste Bier vom Fass, Grillspezialitäten und Brotzeitschmankerl. Gedämpfte Musik und ein Barbetrieb sorgten für einen geselligen Rahmen. Das ursprüngliche Ziel, einen gemütlichen Sommerabend im Freien zu verbringen, ließ sich aufgrund der Witterung zwar nicht vollständig verwirklichen, davon ließen sich die Organisatoren jedoch nicht entmutigen: Kurzerhand wurde die geplante Gartenatmosphäre in das Festzelt verlegt. Mit einem liebevoll gestalteten Aufbau entstand dort ein stimmungsvoller Treffpunkt, an dem bis in die frühen Morgenstunden gemeinsam gefeiert wurde. Dass in Notzing gerne gefeiert wird, hat eine lange Geschichte. Das Ortsfest besitzt nach Angaben der Veranstalter eine rund 55-jährige Tradition. Dabei geht es längst nicht allein um Unterhaltung. Das Fest bietet den Menschen im Ort die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, bestehende Kontakte zu pflegen und neue Bekanntschaften zu schließen. Gerade in einer Zeit, in der sich das gesellschaftliche Leben vielerorts verändert, sind solche Begegnungen für eine lebendige Dorfgemeinschaft von besonderer Bedeutung. Der Sonntag begann traditionell mit einem Gottesdienst. Anschließend wartete ab 11.30 Uhr ein gemeinsamer Mittagstisch auf die Besucher. Dazu gab es Bier vom Fass sowie später Kaffee und Kuchen. Das reichhaltige Kuchenbuffet war auch in diesem Jahr ein sichtbares Zeichen für die große Hilfsbereitschaft im Ort. Zahlreiche Notzinger:innen hatten Kuchen und Torten gebacken und für das Fest zur Verfügung gestellt. Die große Auswahl fand bei den Gästen entsprechend großen Anklang.
Ein besonderer Schwerpunkt des Ortsfestes lag erneut auf den Familien. Der Ortsverein weiß, dass in Notzing und der näheren Umgebung viele junge Familien leben. Deshalb gehört ein kinderfreundliches Angebot fest zum Programm. Hüpfburg, Sandhaufen und ausreichend Platz zum Spielen sorgten dafür, dass auch bei den jüngsten Gästen keine Langeweile aufkam. Das weitgehend abgeschlossene Festgelände bot den Kindern dabei die Möglichkeit, sich frei zu bewegen, während Eltern und Großeltern das Beisammensein genießen konnten. Das Ortsfest wurde so zu einem Treffpunkt für alle Generationen. Der Verein engagiert sich im gesellschaftlichen Leben, organisiert traditionelle Veranstaltungen wie das Maibaumaufstellen und das Ortsfest und bildet zugleich ein wichtiges Bindeglied zwischen der Ortschaft und der Gemeinde. An der Spitze steht Ortssprecher Matthias Reitinger. Für Reitinger steht fest, dass ein Fest dieser Größenordnung nur als Gemeinschaftsleistung gelingen kann. Bewusst möchte er deshalb keine einzelne Person aus dem Organisationsteam hervorheben. Vom Aufbau über die Bewirtung und die Betreuung der Attraktionen bis hin zum späteren Abbau seien zahlreiche helfende Hände notwendig. Ohne die gesamte Mannschaft wäre eine solche Veranstaltung nicht durchführbar. Das Notzinger Festwochenende zeigte damit auf eindrucksvolle Weise, dass Tradition nicht nur aus Erinnerungen besteht. Sie lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen, ihre Zeit einbringen und andere zum Mitmachen einladen. Trotz nicht ganz idealer Wetterbedingungen entstand unter den Birken und im Festzelt jene besondere Atmosphäre, die ein Ortsfest ausmacht: ungezwungene Gespräche, fröhliche Kinder, vertraute Gesichter und das gute Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein.
Spiel, Spaß und viel Platz zum Buddeln: Auch die kleinen Gäste kamen auf ihre Kosten.
Für Sie berichtete Kate Eigner.









