Gemeinderatssitzung 16.06.26

Kategorie: Gemeinderat

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Sitzungssaal-Oberding

Personell dünn besetzt tagte der Oberdinger Gemeinderat am Dienstag, den 16.06.2026, neben Bürgermeister Bernhard Mücke fehlten noch die Räte Johannes Sandtner, Christian Kaiser, Rainer Hellinger und Ferdinand Ascher. Deutlich in der Überzahl waren dafür die Gäste, da ein Antrag des TuS Oberding auf der Tagesordnung stand, fanden sich einmal mehr an die 30 rot-schwarz gekleidete Vereinsmitglieder im Sitzungssaal ein. Vizebürgermeister Anton Nußrainer, der in Abwesenheit des Gemeindeoberhaupts die Leitung der Sitzung übernahm, stellte schmunzelnd fest, dass „heute mehr Zuschauer als Gemeinderäte“ anwesend seien. Als ersten Punkt durften sie miterleben, wie Nußrainer eine Aufforderung zur Stellungnahme der Großen Kreisstadt Erding verlas, Gegenstand des Schreibens war der Neubau der Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Altenerding. Diese plant einen Umzug vom derzeitigen Standort an der Bahnhofsstraße auf ein naheliegendes Areal östlich der Münchener Straße und westlich der S-Bahntrasse. Für den dort geplanten Neubau wurde nun die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen, da die Interessen der Gemeinde Oberding davon aber nicht berührt werden, verzichtete das Gremium nach Abstimmung auf eine weitere Verfahrensbeteiligung.

Danach kam Anton Nußrainer auf die Anpassung der Gebührensatzung für die Schulkindergärten in Oberding und Notzing zu sprechen. Aufgrund der stetig teurer werden Rahmenbedingungen hat das mit der Tagesverpflegung beauftragte Cateringunternehmen angekündigt, die Preise für das Mittagessen ab September zu erhöhen. Zukünftig beträgt der Tagessatz damit 3,80 Euro (bisher: 3,50 Euro), was der Zweite Bürgermeister als „immer noch recht günstigen Preis für ein richtig gutes Essen“ einordnete. Der Preisanstieg soll dann über die angepassten Gebühren an die Nutzer weitergegeben werden, d.h. je nach wöchentlicher Nutzung des Essensangebots steigt die monatliche Pauschale um wenige Euro auf folgende Preise an:
2 x Mittagessen pro Woche: 28,- Euro (bisher 26,-)
3 x Mittagessen pro Woche: 42,- Euro (bisher 39,-)
4 x Mittagessen pro Woche: 56,- Euro (bisher 52,-)
5 x Mittagessen pro Woche: 70,- Euro (bisher 65,-)
Der Gemeinderat folgte der Einschätzung Nußrainers und nickte die Anpassung für beide Einrichtungen einstimmig ab.

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Im Anschluss daran kam dann der Antrag auf Kostenübernahme des TuS auf den Tisch. Für insgesamt knapp 320.000, – Euro sollen die Beachvolleyballanlage renoviert und eine Flutlichtanlage gebaut werden (ca. 43.000 Euro), außerdem möchte man die Beleuchtung der Stockschützenhalle auf LED umstellen (ca. 3.500 Euro), ebenso wie die Flutlichtanlage am bisherigen Trainingsplatz der Fußballer. Am derzeitigen Hauptplatz soll ebenfalls eine neue Flutlichtbeleuchtung entstehen (Beleuchtung gesamt: ca. 167.000 Euro) und beide Plätze sollen mit einem modernen Bewässerungssystem inkl. eigenem Brunnen (ca. 105.000 Euro) ausgestattet werden. Erklärend zum Antrag teilte der TuS Oberding mit, dass die genannten Maßnahmen von großer Bedeutung seien, um den Vereinsbetrieb nachhaltig und wirtschaftlich aufrechterhalten zu können. Zudem seien die Maßnahmen an Flutlicht- und Bewässerungsanlage zuschussfähig, die entsprechenden Anträge seien bereits beim BLSV gestellt worden, jedoch gäbe es bislang noch kein konkretes Feedback dazu. Auf die Frage, wie hoch Zuschüsse dieser Art in der Regel ausfallen würden, antwortete der anwesende Vereinsvorstand Hubert Merklein, dass „dies vorher kaum realistisch einschätzbar“ sei und es am Ende wohl u.a. davon abhängen würde, „wieviel Geld zu dem Zeitpunkt noch im Topf“ sei. Sportreferent Georg Stemmer erklärte, dass die derzeitige Flutlichtanlage bereits seit 30 Jahren bestehen und damit keineswegs mehr den heute gängigen Standards entsprechen würde. Zudem machte er deutlich, dass Bewässerungssysteme für Sportplätze inzwischen „unumgänglich“ geworden seien. Aufgrund der wichtigen sozialen Bedeutung, die der TuS Oberding mit seinen mehr als 1.000 Mitgliedern für die Gemeinde hat und der Zusicherung, dass auch ein gewisser Anteil an Eigenleistung in die Renovierungsmaßnahmen miteinfließen soll, gab es vom Gemeinderat eine einstimmige Zusage für die Kostenübernahme.

Als letzten Punkt winkte der Gemeinderat noch einen Antrag des Cowboy- und Westernclubs Schwaig durch. Hierbei ging es um einen Zuschuss für Abbrucharbeiten eines einsturzgefährdeten Gebäudes auf dem Vereinsgelände, bzw. für die anschließende Entsorgung der Materialien. Für den Abbruch selbst würden ein Bagger sowie ein Container benötigt. Die Mitglieder des Cowboyclubs erklärten sich im Vorfeld bereit, für die Kosten für den Bagger aufzukommen und beim Abbruch tatkräftig mitzuhelfen und anschließend auch die Materialien zu trennen. Die Gemeinde solle lediglich den Abtransport und die Entsorgung des Abbruchmaterials übernehmen, die Kosten hierfür würden laut Schätzung bei ca. 5.000,- Euro liegen. Diesem „fairen Deal“ (Zitat Anton Nußrainer) stimmten die Mitglieder des Oberdinger Gemeinderats dann auch einstimmig zu.

Nächste Gemeinderatssitzung:
Dienstag, 14. Juli 2026,
19 Uhr im Bürgerhaus Oberding

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Für Sie berichtete Robert Hellinger.

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