FC Schwaig und TUS Oberding gehen gemeinsames Projekt an
Wie immer wenn ein Tagesordnungspunkt einen der beiden großen Sportvereine der Gemeinde Oberding betrifft, war auch am Dienstag, den 11. März eine stattliche Anzahl von Gästen zum öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung gekommen. Rund 25 Interessierte fanden sich pünktlich am Oberdinger Bürgerhaus ein, um zu sehen, was das Gremium in Bezug auf das geplante Gemeinschaftsprojekt von TUS Oberding und dem FC Schwaig entscheidet. Der Antrag auf einen von beiden Fußballclubs nutzbaren Kunstrasenplatz war freilich schon vorher bei der Gemeinde eingegangen.
Folgendermaßen stellen sich die Verantwortlichen der Sportfreunde und vom TUS ihren neuen Fußballplatz vor: Auf dem Gelände des FC in Schwaig, genauer gesagt auf dem seit vielen Jahrzehnten genutzten Trainingsplatz direkt neben dem Heiglhof, soll zukünftig ein Kunstrasenplatz entstehen, der einen Trainings- und Spielbetrieb bei jedem Wetter möglich machen soll. Ein wichtiger Grund für diese Maßnahme soll nach Angaben der Vereinsoberen die Entlastung der derzeit überbelegten Sporthallen in Schwaig und Oberding sein. Durch den großen Zuspruch, den beide Vereine seit Jahren erfahren, reichen die Belegungszeiten im Winter kaum aus, um sämtlichen Jugendmannschaften Trainingszeiten anbieten zu können. Der gewünschte Kunstrasenplatz könne nun dafür sorgen, dass die Teams deutlich früher als bisher wieder draußen trainieren könnten. Ein weiteres Argument war, dass Punkt- und Freundschaftsspiele in den von schlechtem Wetter bestimmten Übergangsphasen vor und nach der Winterpause des Ligabetriebs nicht mehr abgesagt werden müssten, was bisher aufgrund der Platzverhältnisse noch häufig der Fall wäre. Da sich das Grundstück bereits im Besitz der Gemeinde befindet, würden im Falle der Umsetzung keine Anschaffungskosten dafür anfallen, außerdem könnten die vorhandenen Fangzaunanlage sowie – evtl. nach geringen Anpassungsmaßnahmen – die Beregnungseinrichtung und natürlich auch die Umkleidekabinen weiter genutzt werden.
Dass der Bau des Kunstrasenplatz trotzdem mit erheblichen Ausgaben verbunden ist, liegt auf der Hand, immerhin fallen aufwändige Erdarbeiten (Abtragen und Entsorgen der Humusschicht, Kiesunterbau, Drainagesystem, usw.) an. Oben drauf kommen noch die Kosten für den Kunstrasen, Änderungen an der Flutlichtanlage, Pflasterarbeiten und Randgewerke. Die Schätzung der Gesamtausgaben für den gewünschten Kunstrasenplatz bewegt sich in einem Rahmen von 1,2 bis 1,5 Millionen Euro. Nachdem Bürgermeister Bernhard Mücke seinen Ratskollegen das Projekt vorgestellt hatte, kamen einige Fragen auf. Johannes Sandtner etwa wollte wissen, ob der neue Kunstrasenplatz von Maßen und Ausstattung denn allen Vorschriften entsprechen würde, damit ein Spielbetrieb in jeder Liga möglich wäre. Gemeinderat Rainer Hellinger, in anderer Funktion auch Pressesprecher beim FC Schwaig, konnte das schnell klären, er versicherte, dass es hier keinerlei Probleme geben werden. Ähnlich konnten die Bedenken in Bezug auf die Zuschauer geklärt werden, da der neue Sportplatz etwas schmäler als der bisherige sein wird, würde noch ausreichend Platz für Fans bleiben. Georg Maier hakte nach, wie hoch die Belastbarkeit des Kunstrasenplatzes sei, Hellinger gab an, dass der Belag lt. Hersteller – abhängig von der gewählten Variante – zwischen 15 und 20 Jahren halten soll, dann müsse er ausgetauscht werden. Dafür entfalle dann aber auch die Pflege, die der bisherige Rasenplatz erfordere, also ständig wiederkehrende Maßnahmen wie Mähen, Walzen, Düngen und Vertikutieren.
Da beide Vereine schon im Vorfeld erklärt hatten, dass sie die Nutzungszeiten des Kunstrasenplatzes eigenständig regeln wollen und dass bei Bedarf auch die Oberdinger Schulen auf dem neuen Sportplatz trainieren dürfen, stimmte der Gemeinderat dem Antrag auf einen Zuschuss in Höhe von maximal 1,5 Millionen Euro einstimmig zu.
Nächste Gemeinderatssitzung:
Dienstag, 06. Mai 2025, 19 Uhr im Bürgerhaus Oberding
Für Sie berichtete Robert Hellinger.









