Großen Kirchenzug nach dem Gottesdienst mit insgesamt 17 Feuerwehren und Vereine zum Dorfplatz.
Dorffest, Jubiläumsfest, Bilderausstellung
Seit 140 Jahren gibt es die Freiwillige Feuerwehr Niederding, dieses Jubiläum wurde am zweiten Juli-Wochenende kräftig gefeiert. Bereits am Samstag fand am Feuerwehrhaus das Dorffest statt, das gemeinsam von den Niederdinger Frauen- Gruppen, der kfd, der SG Die Fröhlichen und der Feuerwehr organisiert wurde. Für die Kinder gab es eine Hüpfburg, eine Gaudi-Rallye und Rundfahrten mit dem Feuerwehrauto. Bei Grillspezialitäten und Fasslbier, in der Weinhütte und an der Freiluft-Bar traf man sich am Abend dann zum gemütlichen Beisammensein. Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Feuerwehr-Jubiläums. Begonnen wurde mit einem festlichen Gottesdienst in der Niederdinger Kirche St. Martin und es war ein eindrucksvolles Bild, als Vereine und befreundete Wehren mit ihren prächtigen Fahnen einzogen und sich um den Altar und an den Seiten im Kirchenschiff verteilten. In seiner Predigt ging Pater Thomas auf wichtige Aufgaben und die Gemeinschaft der Feuerwehrfrauen und -männer ein: „Jeder muss sich auf den anderen verlassen können und Verantwortung übernehmen!“
Die Blaskapelle Moosinning umrahmte den Festtag musikalisch. Sie führte auch den großen Kirchenzug an, in dem nach dem Gottesdienst insgesamt 17 Feuerwehren und Vereine mit ihren Fahnen zum Dorfplatz und zurück zum Feuerwehrhaus marschierten. Nach dem traditionellen Fahnengruß lösten sich die Gruppen auf. Tische und Bänke und vor allem Sonnenschirme standen für die Gäste bereit und der Duft nach Rollbraten und Grillfleisch zog bereits appetitanregend über den Platz. Doch erst waren noch die Grußworte an der Reihe. In Vertretung des 1. Kommandanten trat Manfred Küblsbeck als erster ans Rednerpult und begrüßte die Anwesenden. Er betonte in seinem Grußwort, was die Mitglieder der Feuerwehr Niederding verbindet, nämlich der starke Zusammenhalt und die Bereitschaft, anderen Menschen in Notlagen zu helfen. Er bedankte sich nicht nur bei den Sponsoren und den zahlreichen Helferinnen und Helfern, ohne die vieles nicht möglich wäre, sondern auch bei den Vereinen, den anderen Feuerwehren und bei der Gemeinde für die allzeit gute Zusammenarbeit.
Anerkennung und Dank für das Engagement der Niederdinger Feuerwehr brachte auch Kreisbrandrat Florian Pleiner zum Ausdruck. „140 Jahre Einsatzbereitschaft und gelebte Nächstenliebe“ – so bezeichnete Bürgermeister Bernhard Mücke den Dienst bei der Feuerwehr Niederding, „Aus einer kleinen Wehr, die 1886 gegründet wurde, ist eine moderne Feuerwehr geworden“ sagte er und erinnerte bei der Gelegenheit daran, dass der Feuerwehr- Verein vor 35 Jahren gegründet wurde und somit heuer ebenfalls ein Jubiläum feiern kann. Für die Zukunft konnte Bürgermeister Mücke auf gute Aussichten verweisen, nämlich auf den Bau des neuen Feuerwehrhauses. Er schloss mit dem Wunsch, dass alle Mitglieder der FW von jedem Einsatz wieder gesund zurückkehren. Und da sich erfreulicherweise alle drei Redner kurzgefasst hatten, war es dann endlich an der Zeit für das Mittagessen. Viele Gäste nutzten an diesem Wochenende die Gelegenheit zu einem Besuch im Bürgerhaus. Bereits am Eingang wurde man von einem Gemälde des Kunstmalers Professor Hans Döllel begrüßt, auf dem das Oberdinger Rathaus von den fünf Kirchen der Ortschaften umgeben ist. Diese Ansicht wird auch auf dem Umschlag der Chronik „Deang 1275“ zu sehen sein.
Im Saal erwartete die Gäste eine spektakuläre Fotoausstellung. Reinhard Heuer, der bei jeder Veranstaltung von „1275 Jahre Deang“ fotografiert hatte, bestückte 34 Stellwände mit insgesamt rund 700 Fotos, das Ganze in chronologischer Reihenfolge, so dass man anhand der Bilder das ganze Festjahr noch einmal nacherleben konnte. „Da findet sich jeder aus Oberund Niederding auf mindestens einem der Bilder wieder,“ davon ist er überzeugt. Im November wird es noch einmal die Gelegenheit geben, sich diese einmalige Fotoausstellung anzusehen, dann im Oberdinger Bürgerhaus.
»140 Jahre Einsatzbereitschaft und
gelebte Nächstenliebe«
Bürgermeister Bernhard Mücke
Für Sie berichtete Maria Schultz.



































