Zum Festgottesdienst versammelten sich zahlreiche Vertreter der Niederdinger Vereine. V.l.: Frauengemeinschaft Kfd, Bürgermeister Mücke, Ortssprecher Christian Peis, Katholische Männerkongregation, die Schützenvereine Hubertia und „Die Fröhlichen“, KLJB Niederding mit Festausschuss, Krieger- und Soldatenverein sowie KLJB Oberding.
Als der Schlusspfiff des Finales ertönte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr: Ausgerechnet die eigene Mannschaft der KLJB Niederding sicherte sich beim Gauditurnier den Turniersieg – ein Erfolg, mit dem zuvor kaum jemand gerechnet hatte. Was als sportlicher Höhepunkt begann, entwickelte sich zu einem ausgelassenen Dorffest und bildete den Auftakt eines Jubiläumswochenendes, das vielen Besucher:innen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Anlass war das 70-jährige Bestehen der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Niederding, das am 25. und 26. Juli mit einem abwechslungsreichen Programm gefeiert wurde. Rund 400 Gäste kamen an den beiden Festtagen zusammen und machten das Jubiläum zu einem besonderen Ereignis für die gesamte Dorfgemeinschaft.
Den Auftakt bildete am Samstagnachmittag das Gauditurnier. Neun Mannschaften aus Niederding und den umliegenden Gemeinden traten in spannenden Fußballspielen gegeneinander an. Neben den Gastgebern waren unter anderem Teams aus Berglern, Notzing sowie die Paten-KLJB Oberding vertreten. Gespielt wurde auf Kleinplätzen, wobei sich die Zuschauer über spannende Begegnungen, originelle Mannschaftsnamen und mit viel Kreativität gestaltete Trikots freuen konnten.
Für besondere Spannung sorgte schließlich das Finale. Die eigene Mannschaft der KLJB Niederding kämpfte sich bis ins Endspiel vor und setzte sich dort gegen den FC Semmegnedl durch. Dass ausgerechnet die Gastgeber den Jubiläumspokal gewinnen würden, hatte im Vorfeld kaum jemand erwartet. Entsprechend groß war der Jubel auf und neben dem Spielfeld. Den traditionellen Saufpokal sicherte sich die KLJB Berglern. Als Siegerpreise erhielten die Mannschaften eigens angefertigte Maßkrüge mit Jubiläumslogo und einer Füllung ihrer Wahl.
Nach der Siegerehrung war der Festtag noch lange nicht zu Ende. Bei bestem Sommerwetter wurde bis tief in die Nacht gemeinsam gefeiert. Die Afterparty entwickelte sich nach dem Turniersieg zu einem Dorffest, bei dem sich viele Niederdinger:innen sowie zahlreiche Gäste noch einmal zusammenfanden und den Erfolg der Gastgeber ausgiebig feierten.
Der Sonntag begann mit einem feierlichen Festgottesdienst, den Pater Thomas Mathew Valiyaparampil zelebrierte. Rund 150 Gläubige nahmen daran teil. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Niederdinger Kirchenchor sowie Hans Kern am Klavier gestaltet. Mitglieder der KLJB übernahmen Lesungen und Fürbitten und verliehen dem Gottesdienst damit eine persönliche Note. Zahlreiche Ortsvereine sowie die Paten-KLJB Oberding nahmen mit ihren Fahnenabordnungen teil und unterstrichen die enge Verbundenheit innerhalb der Dorfgemeinschaft. In den Ansprachen wurde immer wieder auf die Geschichte der KLJB zurückgeblickt und das langjährige Engagement der Jugend für das Dorfleben hervorgehoben.
Beim anschließenden Frühschoppen sorgte die Musikgruppe „de Hoamatlos’n“ für zünftige Unterhaltung und beste Stimmung. Während sich die Erwachsenen bei Weißwürsten, Steaksemmeln, Obazda und kühlen Getränken stärkten, kamen auch Familien mit Kindern auf ihre Kosten. Hüpfburg und Kinderschminken erfreuten sich großer Beliebtheit und machten das Fest zu einer generationsübergreifenden Veranstaltung. Ein weiterer Publikumsmagnet war das Gaudi-Bingo, das aufgrund der großen Nachfrage gleich fünf Runden umfasste und Teilnehmer aller Altersgruppen begeisterte.
Hinter dem gelungenen Jubiläumswochenende steckt eine monatelange Vorbereitung. Bereits im vergangenen Sommer begann die Vorstandschaft mit den ersten Planungen, ehe Anfang des Jahres ein Festausschuss gegründet wurde. In der Woche vor dem Fest packten rund 30 Helfer:innen aller Altersgruppen beim Aufbau des Festgeländes mit an. Für die Verantwortlichen war jedoch nicht nur das gelungene Fest selbst ein Erfolg, sondern vor allem der große Zusammenhalt im Dorf. Trotz der hochsommerlichen Temperaturen, war die Unterstützung durch ehemalige Mitglieder, Ortsvereine und viele freiwillige Helfer überwältigend.
Das 70-jährige Bestehen der KLJB Niederding steht sinnbildlich für sieben Jahrzehnte ehrenamtliches Engagement, Gemeinschaft und gelebte Tradition. Über Generationen hinweg hat die Landjugend das Dorfleben mitgestaltet und jungen Menschen die Möglichkeit gegeben, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv einzubringen. Dass dieser Gedanke auch heute noch lebt, zeigte das Jubiläumswochenende eindrucksvoll.
Passend dazu richtete der erste Vorstand Anton Kolbinger seinen Dank an alle, die die Geschichte der Landjugend mitgeprägt haben: „Ich danke allen ehemaligen Mitgliedern und Vorständen, die die katholische Landjugend geprägt haben und uns den Weg bereitet haben. Ihr habt dieses Jubiläum und Fest überhaupt erst möglich gemacht.“
Für Sie berichtete der Oberdinger Kurier.










