Familientreffpunkt – Ein offenes Ohr für alle Familien

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Im neuen Familienstützpunkt Oberding steht Nina Wiegand Familien mit Rat und Tat zur Seite. Ihre Tür ist für Beratung und Unterstützung jederzeit offen.

Neuer Familienstützpunkt in Oberding bietet Beratung, Begegnung und praktische Unterstützung – erste regelmäßige Angebote sind für den Herbst geplant. Seit Anfang Mai gibt es in Oberding eine neue Anlaufstelle für Familien: Unter der Leitung von Nina Wiegand hat der Familienstützpunkt in der Grund- und Mittelschule seine Arbeit aufgenommen. Das Angebot richtet sich nicht nur an Eltern in schwierigen Situationen, sondern ausdrücklich an alle Familien, die sich austauschen, informieren oder Unterstützung suchen möchten. Mit der Eröffnung des Familienstützpunktes erweitert die Gemeinde Oberding ihr Beratungs- und Begegnungsangebot für Familien. Die bereits bestehenden Einrichtungen liegen überwiegend im östlichen Teil des Landkreises. Oberding bot sich daher nicht nur aufgrund seiner geografischen Lage an, sondern auch wegen der Bereitschaft der Gemeinde, neue Angebote für Familien zu schaffen. Doch was genau ist ein Familienstützpunkt? Nina Wiegand beschreibt ihn vor allem als einen Begegnungsort. Familien sollen dort miteinander ins Gespräch kommen, Kontakte knüpfen und bei Bedarf unkompliziert Unterstützung erhalten können. Neben Beratungen sollen künftig regelmäßige Veranstaltungen in unterschiedlichen Formen stattfinden – vom gemeinsamen Basteln oder Spielen über Eltern-Kind-Angebote bis hin zu Informationsund Themenabenden. Die Einrichtung ermöglicht Begegnung und Austausch und bietet Unterstützung in unterschiedlichen Lebensphasen. Zum Angebot gehören unter anderem offene Sprechstunden, Gesprächsrunden, Vorträge sowie Workshops.

Nicht erst kommen, wenn es schwierig wird
Der Oberdinger Familienstützpunkt richtet sich ausdrücklich an alle Familien – unabhängig davon, wie sie leben und ob gerade ein konkreter Unterstützungsbedarf besteht. Willkommen sind unter anderem Eltern, Alleinerziehende, Patchworkfamilien, Großeltern, Kinder und Jugendliche. Niemand müsse warten, bis ein Problem besonders groß geworden sei, betont Wiegand. Diese Offenheit unterscheidet den Familienstützpunkt von vielen spezialisierten Beratungsstellen. Manchmal gehe es im ersten Gespräch vor allem darum, die Situation gemeinsam zu ordnen und herauszufinden, welche Art von Hilfe überhaupt benötigt werde. Dabei übernimmt Wiegand auch eine sogenannte Lotsenfunktion. Kann ein Anliegen nicht direkt im Familienstützpunkt geklärt werden, vermittelt sie an geeignete Fach- und Beratungsstellen weiter oder unterstützt Familien bei der ersten Kontaktaufnahme. Die Beratungen sind kostenlos und vertraulich. „Oft ist es schon gut zu wissen, dass jemand da ist, der zuhört“, sagt die Leiterin. Gerade im Familienalltag könnten vermeintlich kleine Fragen und Unsicherheiten schnell zu einer großen Belastung werden. Viele Eltern zweifelten zeitweise an ihren Fähigkeiten oder fühlten sich von der Vielzahl der Aufgaben überfordert. In Gesprächen gehe es deshalb häufig darum, den sprichwörtlichen „Haufen an unlösbaren Themen“ zu sortieren und gemeinsam einen ersten machbaren Schritt zu finden. Besonders häufig beschäftigen Familien derzeit Erziehungsfragen sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Aber auch ganz praktische Anliegen gehören zur Arbeit des Familienstützpunktes; Sucht eine Familie beispielsweise eine Spielgruppe, eine Freizeitmöglichkeit oder einen Sportverein.

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Angebot befindet sich noch im Aufbau
Da der Familienstützpunkt erst seit wenigen Monaten besteht, entwickelt sich das konkrete Programm derzeit noch. Familien können sich bereits mit Beratungsanfragen und allgemeinen Fragen an den Stützpunkt wenden. Ab Herbst soll zusätzlich ein regelmäßiges Angebot entstehen. Wie dieses genau aussehen wird, soll sich auch an den tatsächlichen Bedürfnissen der Familien in der Gemeinde orientieren. Dazu läuft derzeit eine Umfrage, an der sich weiterhin Familien beteiligen können. Die Rückmeldungen sollen zeigen, welche Veranstaltungen, Treffpunkte oder Themenangebote in Oberding besonders gewünscht werden. Eine wichtige Grundlage für die Arbeit ist die Zusammenarbeit mit Einrichtungen und Organisationen vor Ort. Der Familienstützpunkt kooperiert unter anderem mit der Grund- und Mittelschule, den Kindertageseinrichtungen der Gemeinde, der Nachbarschaftshilfe, der Gemeindebücherei Oberding, dem Zentrum der Familie sowie den weiteren Familienstützpunkten im Landkreis Erding. Für Wiegand ist diese Vernetzung ein zentraler Bestandteil ihrer Aufgabe: „Die Zusammenarbeit ist das A und O.“ Das Netzwerk soll kontinuierlich wachsen, damit Familien möglichst schnell und gezielt die Unterstützung erhalten, die zu ihrer jeweiligen Situation passt.

Eigene Erfahrungen prägen die Arbeit
Nina Wiegand bringt neben ihrer beruflichen Erfahrung auch einen persönlichen Blick auf die unterschiedlichen Formen des Familienlebens mit. Aus ihrer früheren Tätigkeit als stellvertretende Einrichtungsleitung weiß sie, dass viele Familien glauben, ihr Alltag sei nicht „normal“, und sich mit ihren Sorgen allein fühlen. Dabei seien viele Herausforderungen weit verbreitet – es werde lediglich zu wenig darüber gesprochen. Sich Unterstützung zu suchen und sie anschließend auch anzunehmen, sei nicht immer leicht, aber oft sei genau dies jedoch der erste wichtige Schritt. Für die Zukunft wünscht sie sich, dass der Familienstützpunkt einen festen Platz in der Unterstützungslandschaft der Gemeinde und des Landkreises einnimmt.

„Ein Zitat zum Nachdenken.“

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Kontakt zum Familienstützpunkt Oberding

Leitung: Nina Wiegand
Ort: Grund- und Mittelschule Oberding,
Hauptstraße 66, 85445 Oberding
Telefon: 08122 55370275
Mobil: 0151 52305215
E-Mail: familienstuetzpunkt@oberding.de

Allgemeine Beratungszeiten:
Montag von 12.30 bis 14 Uhr
Dienstag von 8 bis 10 Uhr
sowie nach vorheriger Vereinbarung

Für Sie berichtete Kate Eigner.

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