Vorsicht walten lassen mussten die Niederdinger beim Umlegen ihres alten Maibaums, denn der Schmuck durfte auf keinen Fall beschädigt werden, weil er ja im nächsten Jahr auch wieder das neue Prachtstangerl zieren soll
Dass den Niederdingern ihr Maibaum heilig ist, zeigte sich einmal mehr am Samstag, dem 16. Mai, als die Verantwortlichen zum Umlegen des alten Baums geladen hatten und stolze 35 Helfer gekommen waren. Logisch, dass auch die ortsansässigen Floriansjünger mit von der Partie waren: Sie sicherten tatkräftig ab, als ein Kranfahrer aus der Gemeinde den mehr als 30 Meter langen und dementsprechend schweren Koloss Stück für Stück nach unten bewegte.
Die freiwilligen Helfer entfernten anschließend den kompletten Schmuck und halfen auch gleich noch mit, den alten Baum in ofengroße Stücke zu zerlegen. Baumspender Markus
Huber hat vor, das Holz zu spalten und einzuschüren – zumindest den Teil, der noch übrig geblieben ist. Denn die Kinder vor Ort hatten sichtlich Freude daran, einzelne Abschnitte des Baums wieder vom Anhänger zu stibitzen und als weiß-blaue Trophäe mit nach Hause zu nehmen.
Ärger gab es dafür freilich keinen. Vielmehr mussten alle Beteiligten darüber schmunzeln, dass die Begeisterung für alles rund ums Thema Maibaum auch beim Niederdinger Nachwuchs derart greifbar ist.
Gute Aussichten also für das Maifest 2027, denn dann werden wieder alle gebraucht – egal ob als Organisatoren, Helfer oder Gäste. Die Planungen der beiden Festvereine (KLJB Niederding und „Die Fröhlichen“) laufen erwartungsgemäß schon jetzt auf Hochtouren. Im dann neu gestalteten Maibaumstüberl will man 14 Tage lang ein buntes Programm für alle Alters- und Interessengruppen anbieten, unter anderem mit Weinfest, Landkreis-Böllertreffen und Public Viewing.
Auch die Niederdinger Kids halfen tatkräftig mit, ihren alten Maibaum umzulegen – als Trophäen sicherten sich einige von ihnen ein paar der Abschnitte des anschließend zerlegten ehemaligen Prachtstangerls
Und wie üblich wird das neue Prachtstangerl am 01. Mai 2027 dann auch wieder ganz klassisch von Hand und mit den typischen „Schwaibeen“ aufgestellt werden. Die notwendigen Helfer dafür werden sich mit Sicherheit schnell finden lassen – daran zweifelte bei der auf das Baumumlegen folgenden Brotzeit jedenfalls niemand.
Für Sie berichtete Robert Hellinger.
















